merken
PLUS Görlitz

Waldhufener wegen Vergewaltigung angeklagt

Der Mann soll seine Tochter missbraucht haben. Er bestreitet die Vorwürfe.

Richter Ulrich von Küster, hier bei einer anderen Verhandlung: Er hat jetzt den Vorsitz in einem Vergewaltigungsverfahren.
Richter Ulrich von Küster, hier bei einer anderen Verhandlung: Er hat jetzt den Vorsitz in einem Vergewaltigungsverfahren. © Martin Schneider

Ein Mann aus Waldhufen muss sich derzeit vor dem Amtsgericht Görlitz verantworten. Der Vorwurf lautet Vergewaltigung. Laut Staatsanwaltschaft soll er seine Tochter, geboren 1982, in sieben Fällen derart unsittlich berührt haben, dass Anklage erhoben wurde.

Allerdings liegen die mutmaßlichen Taten schon etliche Jahre zurück. Sie sollen sich zwischen 1997 und 2000 zugetragen haben.

Anzeige
Sie bringt Maschinen zum Singen
Sie bringt Maschinen zum Singen

Ab April 2022 ist Esmeralda Conde Ruiz die neue Residenzkünstlerin des Schaufler [email protected] Dresden. Was sie vorhat, gab es so bisher noch nie.

Nach der Eröffnung der Verhandlung am vergangenen Donnerstag äußerte sich der Angeklagte zu den Vorwürfen nicht, ließ stattdessen seinen Anwalt eine Erklärung verlesen. Darin hieß es unter anderem, dass sich der Angeklagte aus seiner Sicht möglicherweise in der Vergangenheit nicht immer angemessen gegenüber der Tochter verhalten habe. Aber die von der Staatsanwaltschaft aufgestellten Vorwürfe bestreite er. Unter anderem, so lässt der Anwalt wissen, habe sein Mandant nie Gewalt angewendet.

Der Verteidiger gibt zudem zu Bedenken, dass manche der angeklagten Fälle bereits verjährt sein könnten.

Das Verfahren wird Richter Ulrich von Küster wohl noch eine Weile beschäftigen. Denn der Verteidiger deutete bereits an, dass ein Familienrechtsstreit wohl Hintergrund für die Anklage sein könnte. Der Angeklagte lebe demnach in Scheidung, die Anzeige sei von der Mutter des Opfers gekommen, ebenso von der Schwägerin. Die Tochter selbst habe keine Forderung gestellt.

Letztere wiederum war am ersten Verhandlungstag als Zeugin geladen. Sie kam in Begleitung eines Mitarbeiters der Opferhilfe in den Gerichtssaal. Was sie aussagte, ist nicht bekannt. Denn auf Antrag der Nebenklägerin, also der Opfervertreterin, wurde die Öffentlichkeit ab diesem Zeitpunkt ausgeschlossen. Die Verteidigung allerdings hatte keine Bedenken, Zuschauer zuzulassen. Letztendlich entschied das Schöffengericht mit Ulrich von Küster zugunsten der Nebenklage.

Die Verhandlung, sagte der Richter am Freitag auf Nachfrage der SZ, werde nun am 18. November fortgesetzt. Dann sollen weitere Zeugen gehört werden, unter anderem die Mutter des Opfers und dessen Ex-Freund.

Mehr zum Thema Görlitz