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Was mit den Görlitzer Weihnachtsbäumen passiert

Der Baum vom Untermarkt lädt künftig zum Ausruhen im Tierpark ein, auch die anderen Stämme werden bearbeitet. Was aus ihnen entsteht, ist aber noch offen.

Aus dem Baum vom Untermarkt soll eine Sitzgelegenheit für den Tierpark werden.
Aus dem Baum vom Untermarkt soll eine Sitzgelegenheit für den Tierpark werden. © Kulturservice Görlitz

Weihnachten 2020 verabschiedet sich endgültig aus Görlitz. Die vier großen Bäume auf öffentlichen Plätzen - am Donnerstag und Freitag werden sie umgelegt beziehungsweise sind es schon, sowie entastet. Die Kollegen vom Städtischen Betriebshof haben damit alle Hände voll zu tun. Und was dann?

Markus Kepstein wartet schon auf die erste Lieferung. Der Baum vom Untermarkt, beziehungsweise das, was an Stamm davon übrig blieb, soll noch am Donnerstag bei der bao GmbH ankommen. Der Baum wurde versteigert, Familie Welk aus Görlitz hat den Zuschlag bekommen und entschieden: Eine Bank für den Tierpark soll daraus entstehen.

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Baum vom Untermarkt ist schwierig zu bearbeiten

Markus Kepstein ist da ein bisschen vorsichtig. "Ja", sagt er, "eine Sitzgelegenheit kann es schon werden." Aber ob es eine "richtige" Bank mit Lehne und allem Pipapo wird, darauf möchte er sich noch nicht festlegen. Der Stamm ist schwierig zu verarbeiten. "Auf jeden Fall möchten wir etwas schaffen, dass sich gut in den Tierpark einfügt und als Sitzgelegenheit verwendet werden kann", sagt er.

Markus Kepstein hat Erfahrung mit Görlitzer Weihnachtsbaum-Umbauaktionen, im vergangenen Jahr schuf er eine Bank für den Berzdorfer See. Auch in diesem Jahr wird er von Jugendlichen aus einer geförderten Maßnahme bei der Arbeit unterstützt.

Schon am Mittwoch wurden die großen Weihnachtsbäume in Görlitz abgeschmückt. Traditionell bleiben sie bis zum 2. Februar stehen, bis Mariä Lichtmess. Danach beginnt das große Abholzen.

Kein Stamm landet im Ofen

Zum Verfeuern ist das Holz, zumal die großen Stämme, aber zu schade. Deshalb landen auch die anderen Bäume bei Markus Kepstein bei der bao auf der Cottbuser Straße. Was genau aus ihnen wird, ist noch offen. "Das hängt sehr von der Holzqualität ab", sagt Markus Kepstein. Wie ist der Stamm gewachsen, gibt es Störungen im Holz und, und, und. "Das sehen wir alles erst, wenn die Rinde ab ist", sagt Markus Kepstein.

Eine Idee ist, aus den Stämmen eine Stehtisch-Garnitur zu bauen, die dann auf dem Weihnachtsmarkt Verwendung finden könnte - ähnlich, wie sie bei den Händlern des Aktionsringes auf ihrer Weihnachtsmeile zum Einsatz kam. Ob das klappt ist noch offen. Es kommt eben auf die Holzqualität an.

Inzwischen wird auch die beleuchtete Ausstellung mit der Weihnachtsbotschaft in der Stadt nach und nach abgebaut. An acht Standorten war sie zu sehen. Dies betrifft zudem die Aktion "Licht und Lächeln" mit den Lichterketten. Diese und kommende Woche verschwindet die Weihnachtsdekoration aus der Stadt.

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