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Wo ist Adrian Lukas?

Es gibt nur wenige Hinweise auf den Verbleib des verschwundenen Görlitzers. Auch die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY brachte wohl kaum neue Erkenntnisse.

Vermisst: Dieses Foto hing vor Jahren an der Aral-Tankstelle in Königshufen.
Vermisst: Dieses Foto hing vor Jahren an der Aral-Tankstelle in Königshufen. © Schmidt

Das Rätsel um den verschwundenen Adrian Lukas aus Görlitz wird immer größer. Zuletzt hatte die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" über den mysteriösen Fall berichtet. Adrian Lukas war in der Nacht zum 26. September 2017 in Sankt Anton am Arlberg in Tirol verschwunden.

Selbst die Aufrufe im Fernsehen, quasi weltweit ausgestrahlt, brachten offensichtlich bisher kaum neue Erkenntnisse. Leider habe sich nichts am aktuellen Ermittlungsstand geändert, sagt die Leiterin des Landeskriminalamtes Tirol. Katja Tersch ist Chefin von rund 140 Beamten. "Es gelangten zu uns nur einige wenige Hinweise, die überprüft wurden beziehungsweise noch werden. Bis dato hat sich hier jedoch leider nichts konkretes ergeben", sagt sie auf Nachfrage der SZ.

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Adrian Lukas war in der Nacht zum 26. September 2017 aus dem Hotel Nassereinerhof in Tirol verschwunden. Dort wurde er zuletzt gesehen. Er trug nach Zeugenaussagen seine Arbeitsbekleidung. Die Familie Lukas stammt aus Lauban. 2005 kam sie aus Nordrhein-Westfalen nach Görlitz. Adrian Lukas arbeitete in Görlitz als Masseur. Allerdings lief der Job offenbar nicht so gut. Er bekam ein Angebot als Hilfsarbeiter in Österreich und sagte ja.

Er habe sich auf der Baustelle, auf der er tätig war, bedroht gefühlt, so beschreibt es die Sendung "Aktenzeichen XY". Dies habe er auch seiner Schwester und seinem Vater erzählt. Der Vater hatte in der vergangenen Woche vor dem Amtsgericht Görlitz einen Termin. Der Vorwurf lautete Subventionsbetrug. Allerdings wurde der Termin verschoben. Grund: gesundheitliche Probleme des Angeklagten, wie es auf Nachfrage der SZ heißt.

In Österreich hatte ein Suchhund damals die Spur des Vermissten aufgenommen, bis zum Busbahnhof Sankt Anton Ost. Die Ermittler gehen davon aus, das Adrian Lukas etwa 300 Euro Bargeld bei sich hatte. Über sein Verschwinden wurde in Polen, Österreich und Deutschland berichtet. Seinem Vater habe er erzählt, dass er kurz vor seinem mysteriösen Verschwinden eine Frau kennengelernt habe. Sie ist Ungarin und arbeitete an der Rezeption des Hotels.

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