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Görlitz ist jetzt Standort von Carl Zeiss

Die renommierte Firma residiert ganz unscheinbar im Zentrum der Stadt. Sie beschäftigt sich mit der Digitalisierung, mit Software.

Carl Zeiss, hier ein Symbolbild, hat jetzt auch einen Ableger in Görlitz.
Carl Zeiss, hier ein Symbolbild, hat jetzt auch einen Ableger in Görlitz. © Zeiss

Es ist nur ein unscheinbares Schild an einem Haus an der Dr.-Friedrichs-Straße, gleich neben dem leer stehenden Spielcasino, in Görlitz. Aber was darauf steht, hat einen besonderen Klang: Carl Zeiss. Hat die renommierte Firma jetzt eine eigene Niederlassung in Görlitz?

So ist es tatsächlich. Die Firmenadresse heißt aber Berliner Straße. Es handelt sich um einen Zeiss-Ableger, die Digital Innovation AG. "Im vergangenen Jahr hat Zeiss die Saxonia AG übernommen und damit auch den Görlitzer Standort", sagt Sven Jänicke von Zeiss in Dresden. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart, heißt es. Beide Unternehmen kannten sich offenbar gut aus ihrer langjährigen Zusammenarbeit: Saxonia Systems war für Zeiss bereits seit mehr als zehn Jahren ein wichtiger Partner, wenn es um die Entwicklung von Software ging.

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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Die neue Carl Zeiss Digital Innovation unterstützt nach Angaben der Firma die Sparten von Zeiss bei digitalen Projekten und soll dabei eine führende Rolle spielen. Der Hauptsitz des Zeiss-Ablegers befindet sich in Dresden. Dort soll der Standort am Fritz-Förster-Platz erweitert werden.

Was bedeutet das für Görlitz? Auf jeden Fall sucht Zeiss an der Neiße Mitarbeiter. Aktuell gibt es hier 14 offene Stellen beim Softwareentwickler, vom Testautomatisierer bis zum Web-Entwickler.

Der Technologiekonzern Zeiss hatte 2016 seine Digitalisierungsoffensive gestartet, neben der Produktion von Brillengläsern und Fotoobjektiven sollte es verstärkt auch um Halbleiterelemente gehen. Deshalb erwarb der Konzern bestehende Digitalunternehmen.

Die übernommene Saxonia AG hatte zuletzt insgesamt über 230 Mitarbeiter, neben Görlitz auch in Dresden, München, Berlin, Leipzig und Hamburg. Sie alle sollten ihren Job behalten.

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