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Winterdienst ist in Görlitz im Dauereinsatz

Noch längst sind nicht alle Straßen geräumt. Ab und an kam es auch zu Unfällen. In einen war ein Linienbus verwickelt.

Vor der Feuerwache an der Krölstraße in Görlitz wurde der Schnee am Montag geräumt und per LKW abtransportiert.
Vor der Feuerwache an der Krölstraße in Görlitz wurde der Schnee am Montag geräumt und per LKW abtransportiert. © Martin Schneider

Schneegestöber, Autos im Straßengraben, der Winterdienst im Dauereinsatz: Der neue Wintereinbruch hatte Görlitz am Montag voll im Griff. "Wir fahren seit zwei Uhr morgens durchgehend", sagt Robby Schönfelder von der SKS Straßendienst und Kommunalservice GmbH. Das Unternehmen ist für den Winterdienst in der Stadt Görlitz zuständig.

Die Frühschicht bei der SKS dauerte bis 11 Uhr, dann begann nahtlos die Spätschicht, die bis 20 Uhr geht. "Wir haben jeweils acht Leute mit acht Fahrzeugen im Einsatz", berichtet Schönfelder. Dazu ist noch ein Mobilbagger auf Verwehungsstrecken unterwegs, etwa auf der verlängerten Schlesischen- sowie der Minna-Herzlieb-Straße, aber auch zwischen Kunnerwitz und Klein Neundorf.

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So wie hier auf der Südoststraße im Stadtteil Biesnitz, waren am Montag überall in Görlitz Schneeräumfahrzeuge im Dauereinsatz.
So wie hier auf der Südoststraße im Stadtteil Biesnitz, waren am Montag überall in Görlitz Schneeräumfahrzeuge im Dauereinsatz. © Martin Schneider

"Am Morgen war die Lage schon etwas kritisch", sagt Schönfelder. Später habe sich der Wind gelegt, sodass es besser wurde. Dennoch konnten nur die Räumklassen 1 und 2 (Hauptstraßen und Steigungsstrecken) erledigt werden. "Mit der Räumklasse 3, den Anliegerstraßen, beginnen wir erst am Dienstag", sagt er. Kritisch werde es mittlerweile überall da, wo die Autos immer mehr in der Mitte der Straße parken, weil an den Rändern zu viel Schnee liegt. Doch es gibt auch gute Nachrichten: "Personal und Fahrzeuge sind in Ordnung", sagt Schönfelder. In Unfälle waren seine Leute nicht verwickelt.

Einige Fahrgäste mussten sich gedulden

Anders die Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB). "Eines unserer Fahrzeuge war unverschuldet in eine glättebedingte Kollision verwickelt", sagt Sprecher Andreas Kolley. Betroffen war ein Bus auf der Linie B. Insgesamt aber lasse sich sagen, dass bei der GVB im Stadtverkehr der Fahrbetrieb grundsätzlich lief, wenngleich sich auch einige Fahrgäste gedulden mussten. "Wir hatten frühzeitig den Winterdienst und weitere Mitarbeiter im Einsatz, um die Straßenbahnstrecken freizuhalten", so Kolley.

Trotzdem habe es im Laufe des Tages vereinzelt kurzzeitige Behinderungen durch andere Verkehrsteilnehmer oder den Straßenzustand gegeben. Unter anderem konnte die Linie B wegen des Wetters nicht über den Grünen Graben fahren. Am Nachmittag passierte dann der genannte Unfall auf der Route der Linie B, sodass ein Ersatzbus zum Einsatz kommen musste. Schließlich gab es noch eine Störung der Straßenbahn-Linie 1 wegen eines festgefahrenen LKW auf der Zittauer Straße. Zwischen Weinhübel und Bahnhof Südausgang musste Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.

Schon am Sonntag Dienste eingerichtet

Bei den Überlandbussen war die Lage relativ entspannt. "Bei der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck (KVG) gab es keine großen und besonderen Ereignisse aufgrund des erneuten Winters", erklärt Geschäftsführer Alfons Dienel. Das betreffe auch die Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO) im Landkreis Görlitz. "Wir hatten am Sonntag auf unseren Betriebsstellen Winterdienst-Dienste und Starterdienste eingerichtet, sodass am Montagmorgen die Fahrzeuge pünktlich starten konnten", sagt Dienel. Mit "Winterdienst-Dienste" meint er die Schneeberäumung auf den Betriebshöfen und das Streuen, beim "Starterdienst" war für jeden Betriebshof ein Schlosser dafür zuständig, zu prüfen, ob alle Busse anspringen und die Heizungen sowie die Luftanlagen funktionieren.

Am Montagmorgen kam es dann aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse im Regionalverkehr zu einigen Verspätungen, sagt Dienel: "Es gab aber keine Ausfälle oder Schadensfälle."

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