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Sie machten Schlagzeilen in Görlitz und Niesky

2020 war ein außergewöhnliches Jahr, voller Herausforderungen. Und Menschen, die anpackten. Die Redaktion Görlitz/Niesky kürt hier ihre Menschen des Jahres.

Das sind sechs unserer Menschen des Jahres 2020.
Das sind sechs unserer Menschen des Jahres 2020. © SZ

Die vielen Corona-Helden unter uns

Corona stellte das Leben von den Füßen auf den Kopf, viele wuchsen über sich hinaus, zu großen und kleinen Corona-Helden. Gerade in der Pandemie zeigten viele, dass sie über jedes Maß hinaus für andere da sind und das Leben leichter machen. Sie alle hier zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Deswegen fünf Persönlichkeiten aus Görlitz und Niesky:

Dr. Roger Hillert, wertet mit seinen Kollegen im Medizinischen Labor Ostsachsen täglich Hunderte Corona-Tests aus.
Dr. Roger Hillert, wertet mit seinen Kollegen im Medizinischen Labor Ostsachsen täglich Hunderte Corona-Tests aus. © Nikolai Schmidt
Über Nacht kam die Maskenpflicht im Frühjahr. Aber keine Masken waren da. Nhat Nguyen schneiderte selbst schnell die Ersten. Das kam ihm und den Görlitzern zugute.
Über Nacht kam die Maskenpflicht im Frühjahr. Aber keine Masken waren da. Nhat Nguyen schneiderte selbst schnell die Ersten. Das kam ihm und den Görlitzern zugute. © Gabriela Lachnit
Lothar Franke hatte über Nacht viele Rosen übrig. Axel Krüger initiierte eine Spendenaktion, die kam Franke und den Senioren zugute.
Lothar Franke hatte über Nacht viele Rosen übrig. Axel Krüger initiierte eine Spendenaktion, die kam Franke und den Senioren zugute. © Matthias Weber
Der Chef der Notaufnahme im Städtischen Klinikum Görlitz, Mark Frank, wurde ein Internet-Held im Frühjahr, als er erläuterte, wie jeder sich eine Maske bauen kann.
Der Chef der Notaufnahme im Städtischen Klinikum Görlitz, Mark Frank, wurde ein Internet-Held im Frühjahr, als er erläuterte, wie jeder sich eine Maske bauen kann. © Sven Ellger
Viola Knappe ist die neue Heimleiterin im Emmaus Altenpflegeheim "Abendfrieden" in Niesky.
Viola Knappe ist die neue Heimleiterin im Emmaus Altenpflegeheim "Abendfrieden" in Niesky. © André Schulze

Ulrike Holtzsch

Klinikum-Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch
Klinikum-Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch © Foto: Paul Glaser

Ulrike Holtzsch (63) lag die Kinderklinik schon immer am Herzen. In diesem Jahr eröffnete die Chefin des Görlitzer Klinikums einen der modernen Neubauten in Sachsen. Zum Abschied.

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Selbst Ministerpräsident Michael Kretschmer ließ es sich nicht nehmen, bei der Einweihung des Frauen-Mutter-Kind-Zentrums dabei zu sein. Es ist das Modernste, was Sachsen derzeit zu bieten hat. Für ein Klinikum wie Görlitz sowieso. Fast zehn Jahre stand an dessen Spitze Ulrike Holtzsch. Sie kannte das Haus. Mit ihr kehrte wieder Ruhe ein, wurden große Investitionen getätigt und der Ruf des Klinikums poliert. Wenn sie Ende Februar ihrer Nachfolgerin Platz macht, hinterlässt sie ein gut geführtes Haus. (SZ/sb)

Mehr zum Städtischen Klinikum und Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch lesen Sie hier.

Der Lavendel-Bauer aus Niesky

Die Agrargenossenschaft See hat in diesem Jahr erstmalig ein Lavendelfeld angebaut. Genossenschaftschef Andreas Graf und Mitarbeiter konnten schon die erste Ernte einfahren.
Die Agrargenossenschaft See hat in diesem Jahr erstmalig ein Lavendelfeld angebaut. Genossenschaftschef Andreas Graf und Mitarbeiter konnten schon die erste Ernte einfahren. © André Schulze

Andreas Graf (42) bringt Lavendel in die Oberlausitz. Denn was die Franzosen können, funktioniert auch im Nieskyer Ortsteil See. Davon ist der Chef der Agrargenossenschaft überzeugt.

Andreas Graf ist Landwirt aus Leidenschaft. Deswegen ist es ihm nicht egal, wie seine Genossenschaft mit den tendenziell trockeneren Sommern künftig auskommt. Da passte es, dass eine Mitarbeiterin ein Thema für ihre Fachschule benötigte. So entstand die Idee, Lavendel in den Oberlausitzer Boden zu pflanzen. Im Mai steckten sie 34.000 Pflanzen. 400 Kilogramm brachte der erste Schnitt in der Erprobungsphase. Wenn die Qualität stimmt, ist der Seer Lavendel für Kosmetik und Pharmazie interessant. (SZ/sg)

Mehr zum Lavendel-Projekt der Agrargenossenschaft See lesen Sie hier.

Die Märchen-Anregerin

Gudrun Mewes ist Deutschlehrerin am Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz.
Gudrun Mewes ist Deutschlehrerin am Augustum-Annen-Gymnasium Görlitz. © Gabriela Lachnit

Gudrun Mewes (59) ist Lehrerin am Augustum- Annen-Gymnasium. Während des Homeschoolings ließ sie ihre Schüler ein Märchen über Corona-Helden schreiben. Ein Crowdfunding scheiterte, sie brachte das Buch auf eigene Kosten heraus.

Für Schüler war das Homeschooling im Frühjahr eine große Herausforderung. Die Pandemie hinterließ auch bei den Kindern Spuren. Frau Mewes gab ihren Schülern der 5. Klasse die Aufgabe, sich mit dem Thema Corona im Literaturunterricht auseinanderzusetzen. So entstanden Märchen von Coronahelden, denn Märchen sah der Lehrplan gerade vor. Die Lehrerin fasste die Geschichten in einem Buch zusammen, ihre Tochter schuf die Illustrationen. Jetzt vertreibt sie das Buch selbst.(SZ/gla)

Mehr über das Coronahelden-Märchenbuch lesen Sie hier.

Der Hilfsbereite

Benjamin Geschwill ist Inhaber des Rewe-Marktes in Görlitz. Gemeinsam mit seinen Kunden spendet er seit Jahren Lebensmittel für die Görlitzer Tafel.
Benjamin Geschwill ist Inhaber des Rewe-Marktes in Görlitz. Gemeinsam mit seinen Kunden spendet er seit Jahren Lebensmittel für die Görlitzer Tafel. © Nikolai Schmidt

Benjamin Geschwill (38) ist Inhaber des Görlitzer Rewe-Marktes. Er startete in der Pandemie nicht nur einen Lieferservice, sondern auch einen Abholservice. Außerdem unterstützt er seit Jahren die Görlitzer Tafel.

2020 nahm der Marktinhaber viel Geld in die Hand und baute den Rewe-Markt in Rauschwalde um. Mit dem Lieferservice und dem neuen Abholservice hilft der Markt, in der Pandemie Kontakte zu reduzieren. Der Abholservice wurde überrannt, was nach bereits drei zusätzlichen Mitarbeitern einen vierten nötig machte. Seit einigen Jahren unterstützt Benjamin Geschwill mit Hilfe seiner Kunden die Görlitzer Tafel. Die Anzahl der gekauften Spendentüten verdoppelt Geschwill. 2020 waren es insgesamt 552 Tüten. (SZ/gla)

Mehr über Benjamin Geschwill lesen Sie hier.

Der Kreative

Franks Grabs sorgt mit seiner Straßenkunst für Hingucker am Berzdorfer See.
Franks Grabs sorgt mit seiner Straßenkunst für Hingucker am Berzdorfer See. © Nikolai Schmidt

Frank Grabs (64) sorgt mit Straßenkunst für Hingucker. Seine Vögelchen heißen Berzi. Sie verstecken sich nicht nur um den Berzdorfer See, sondern sie flattern auch in die Görlitzer Altstadt. Das Material für die Berzis gewinnt er aus dem Berzdorfer See.

Der Mann aus Hagenwerder ist ein Fan von Streetart, Straßenkunst ist seine Leidenschaft. Vor etwa vier Jahren schlug die Geburtsstunde der Berzis. Grabs töpferte acht Stück und klebte sie am Berzdorfer See auf Findlinge auf. Schnell waren sie geklaut. Das entmutigte ihn nicht, erst recht nicht, als er beim Baden im See feststellte, dass es dort Schlicker gibt, das Material für die kleinen Vögel. Jetzt ist der Kunsterzieher im Ruhestand, leitet aber weiter Keramikkurse an der Scultetus-Oberschule. (SZ/gla)

Mehr über Frank Grabs und seine Berzis lesen Sie hier.

Der vielseitige Architekt

Christian Weise hat ein Architekturbüro in Görlitz und betreibt das Hotel Emmerich in der Altstadt.
Christian Weise hat ein Architekturbüro in Görlitz und betreibt das Hotel Emmerich in der Altstadt. © Nikolai Schmidt

Christian Weise (55) vollendete 2020 den Filmpalast und die Waldorfschule. Außerdem bescherte er der Altstadt zwei neue Lokale.

Das sanierte Görlitzer Palast-Theater ist schöner denn je, und mit der Freien Waldorfschule hat der Brautwiesenbogen ein erstes Gesicht bekommen. Beide Bauvorhaben hat der Architekt Christian Weise mit seinen Mitarbeitern vollendet, jetzt geht sein Büro die Stadthalle an. Weise ist aber auch Inhaber des Hotels Emmerich. Darin eröffnete er 2020 zusammen mit dem Restaurantmanager Bas Dankers das "Horschel" am Untermarkt 1. Ein Haus weiter machten die beiden das seit 2018 leer stehende Vino e cultura zur Weinbar "Benigna". (ie)

Hier erfahren Sie mehr über den Filmpalast, die Waldorfschule, das Horschel und die Benigna.

Der Festivalintendant

Daniel Kühnel ist der Intendant des Lausitz-Festivals.
Daniel Kühnel ist der Intendant des Lausitz-Festivals. © PR

Daniel Kühnel (47) brachte als Intendant des Lausitz-Festivals große Künstler wie die Weltpianistin Martha Argerich nach Görlitz.

Wie so vieles konnte das erste Lausitz-Festival 2020 nur unter strengen Hygieneauflagen organisiert werden. Doch es war das einzige Festival der Region, das zwischen den Lockdowns überhaupt stattfand. Begeistert waren die Besucher von der weltberühmten Pianistin Martha Argerich, die Intendant Daniel Kühnel durch gute Beziehungen zu ihr nach Görlitz und Cunewalde holte. Ihr Konzert in der Synagoge ist auf Klassikradio.de online verfügbar. Besucher erfahren so nebenbei auch von der Schönheit dieses Görlitzer Gebäudes. (ie)

Mehr über das Lausitz-Festival lesen Sie hier.

Der Bierexperte

Bernd Skrzypczak feierte dieses Jahr ein Jubiläum: seit 60 Jahren ist er Mitarbeiter in der Landskron Brauerei.
Bernd Skrzypczak feierte dieses Jahr ein Jubiläum: seit 60 Jahren ist er Mitarbeiter in der Landskron Brauerei. © André Schulze

Bernd Skzypczak (78) bildet in der Landskron-Brauerei Lehrlinge aus. Jeden Freitag kommt er dorthin, wo er sein halbes Leben verbracht hat - und freut sich, den jungen Leuten das Bierbrauen beibringen zu können.

Lieber ein Landskron - dieses Motto lebt Bernd Skzypczak. Die Betonung liegt auf ein. Denn mit einem Bier jeden Tag hält sich der Görlitzer gesund. Jeden Morgen trinkt er es. Und eben weil er noch so gesund und fit ist, konnte er in diesem Jahr die 60 voll machen: 60 Jahre in der Landskron-Brauerei. Von der Pike auf gelernt hat er hier, war später Braumeister und gibt heute - obwohl schon seit vielen Jahren eigentlich im Ruhestand - sein Wissen und seinen riesigen Erfahrungsschatz an den Landskron-Nachwuchs weiter. (SZ/dan)

Ein Porträt über Bernd Skzypczak lesen Sie hier.

Der Umdenker

Jens Werner (rechts) und sein Mitstreiter Benjamin Reiss haben am Berzdorfer See den Sommer über einen Biergarten betrieben.Die Teile-Anhängerin
Jens Werner (rechts) und sein Mitstreiter Benjamin Reiss haben am Berzdorfer See den Sommer über einen Biergarten betrieben.Die Teile-Anhängerin © André Schulze

Jens Werner (44) ist Veranstalter in Görlitz. Bei Deutsch-Ossig am Berzdorfer See organisiert er Partys. Dieses Jahr nicht. Dafür stellte er etwas Neues auf die Beine.

Tanzen, viele Menschen, Musik – das ist Jens Werners Metier. Zusammen mit Benjamin Reiss veranstaltet er neben dem Oberhof am Berzdorfer See regelmäßig Partys und kleine Open Airs. Das erste wäre das Sommer-Open-Air zu Himmelfahrt gewesen. Um wenigstens etwas Kultur zu bieten, eröffneten Werner und Reiss statt der Party einen Biergarten, in dem man zwar nicht tanzen, aber doch Musik hören und über den See blicken konnte. Zwei Tage sollte es den Sommer-Biergarten geben. Es wurde der ganze Sommer daraus. (SZ/sdn)

Mehr über die Geschäftsidee am Berzdorfer See lesen Sie hier.

Die Teile-Anhängerin

Laura Rose aus Petershain hat die Kostnixbox in Niesky ins Leben gerufen.
Laura Rose aus Petershain hat die Kostnixbox in Niesky ins Leben gerufen. © André Schulze

Laura Rose (32) stammt aus Niesky, lebte Jahre in Berlin und brachte von dort eine Idee mit, als sie jetzt wieder in ihre Heimatregion zurückkehrte: Die Give-Box. In Niesky steht jetzt die erste ihrer Art.

In Berliner Stadtteilen findet man solche Give-Boxen: kleine Buden, in die man gut erhaltene Dinge legen kann. Wer sie braucht, bedient sich einfach. Solche Boxen sind Teil der Share-Wirtschaft, also der Teile-Wirtschaft, die gerade in Großstädten einen Aufschwung erlebt. Doch Laura Rose fand die Idee auch für Niesky gut. Zusammen mit befreundeten Tischlern, unterstützt von OB und der Chefin des Raschke-Hauses, zimmerte die Erzieherin aus Kodersdorf die Box zusammen. Seit Mitte August wird sie genutzt– und es funktioniert.

Mehr über das Projekt von Laura Rose und ihren Helfern für Nieskys erste Give-Box lesen Sie hier.

Die Naturverbundene

Annett Hertweck von der Naturschutzstation in Förstgen hat große Pläne für die alte Mühle in Förstgen.
Annett Hertweck von der Naturschutzstation in Förstgen hat große Pläne für die alte Mühle in Förstgen. © André Schulze

Annett Hertweck (45) leitet die Naturschutzstation Oberlausitz im Mückaer Ortsteil Förstgen. Da geht es um Störche, Schafe und manchmal auch um Wolfsrisse. Und jetzt auch um ein großes Projekt.

Jahrelang stand die alte Mühle in Förstgen leer, auch das Schloss Niederspree hatte schon bessere Jahre gesehen. Doch nun soll sich alles zum Besseren wenden. Und das ist der Naturschutzstation Oberlausitz und ihrer Geschäftsführerin Annett Hertweck zu verdanken, die Ideen für neue Nutzungen entwickelten und auch das nötige Geld zusammenbringen. So soll die alte Mühle mit Museum, Café und Herberge künftig Ausgangspunkt von Urlaubern sein. Und das Schloss wird auch künftig dem Natur- und Landschaftsschutz dienen. (SZ)

Mehr Informationen über die Projekte der Naturschutzstation Förstgen lesen Sie hier.

Die Umweltbewusste

Janet Conrad ist die neue Sprecherin der Görlitzer Bündnisgrünen.
Janet Conrad ist die neue Sprecherin der Görlitzer Bündnisgrünen. © Nikolai Schmidt

Janet Conrad (47) wurde im Oktober zur neuen Sprecherin der Görlitzer Bündnisgrünen gewählt. Die Stadtpolitik hat sie aber schon im Sommer gründlich aufgerüttelt: Mit Fotos aus einer Wärmebildkamera.

Um herauszufinden, was Görlitz so aufheizt, ist Janet Conrad im August in der Mittagszeit bei Außentemperaturen von bis zu 32,5 Grad im Schatten mit der Wärmebildkamera durch die Alt- und Innenstadt gelaufen. Dabei hat sie besondere Hitzetreiber ausgemacht, vor allem parkende Autos. Die Fotos wurden in der SZ veröffentlicht, die Politik reagierte. Vor allem beim Obermarkt sprechen sich inzwischen alle Stadtratsfraktionen für eine Umgestaltung mit mehr Bäumen aus – im Rahmen eines Gesamtverkehrskonzeptes. (SZ/ik)

Mehr Informationen zu Janet Conrad gibt es hier.

Das Stehaufmännchen

Johannes Witoschek sitzt vor dem Nikolai-Café in Görlitz.
Johannes Witoschek sitzt vor dem Nikolai-Café in Görlitz. © Nikolai Schmidt/Archiv

Johannes Witoschek (74) hat im Mai mit damals 73 Jahren noch einmal einen Neuanfang gewagt und das Nikolai-Café, schräg gegenüber vom Nikolaiturm, wiedereröffnet. Das freut vor allem die Leute im Viertel.

Ende Januar war es eine Hiobsbotschaft für Johannes Witoschek. Das Haus in der Brüderstraße, in dem er in den vergangenen neun Jahren die „Altstadtkrone“ betrieben hatte, war an einen polnischen Arzt verkauft worden – und der teilte ihm nun mit, dass er ihm früher oder später eine Eigenbedarfskündigung schreiben werde. „Wito“ ergriff die Flucht nach vorn, kündigte selbst und startete im Nikolai-Café noch einmal neu. Die Nikolaivorstädter verstehen das Lokal als ihr Stadtteil-Café und freuen sich, dass es wieder offen ist. (SZ/ik)

Mehr Informationen zu Johannes Witoschek und seinem Nikolai-Café lesen Sie hier.

Die Großinvestorin

Die WGG-Vorstände André Donath (links) und Simone Oehme (Mitte) sowie Prokurist Matthias Mühlberg stehen vor ihrer Baustelle An der Terrasse 17 bis 23 in Königshufen. Hier investiert die WGG 4,5 Millionen Euro.
Die WGG-Vorstände André Donath (links) und Simone Oehme (Mitte) sowie Prokurist Matthias Mühlberg stehen vor ihrer Baustelle An der Terrasse 17 bis 23 in Königshufen. Hier investiert die WGG 4,5 Millionen Euro. © Nikolai Schmidt

Simone Oehme (60) und ihre Kollegen bei der Wohnungsgenossenschaft Görlitz (WGG) haben noch nie so viel Geld in vier Hauseingänge gesteckt wie dieses Jahr – und damit viele Mieter glücklich gemacht.

Die Häuser An der Terrasse 17 bis 23 in Königshufen sind der bisher komfortabelste Bau, den die WGG saniert hat – für 4,5 Millionen Euro Eigenmittel plus eine halbe Million Euro Fördergeld. Die Häuser sind jetzt barrierearm und seniorengerecht, es gibt Aufzüge, die insgesamt 39 Wohnungen haben die richtige Größe und Ausstattung. Offenbar haben Simone Oehme und ihre Mitarbeiter den Nerv der Mieter genau getroffen: Mit Fertigstellung waren alle Wohnungen vergeben – für knapp unter sieben Euro kalt pro Quadratmeter. (SZ/ik)

Mehr zur Wohnungsgenossenschaft Görlitz und Simone Oehmes lesen Sie hier.

Der Senkrechtstarter

Sebastian Hübscher steht vor seiner Eisdiele an der Büchtemannstraße in Görlitz.
Sebastian Hübscher steht vor seiner Eisdiele an der Büchtemannstraße in Görlitz. © Nikolai Schmidt/Archiv

Sebastian Hübscher (48) und seine Partnerin Carina Kopke haben im April eine Eisdiele im früheren Büchtemann-Kiosk an der Straßenbahnhaltestelle Büchtemannstraße in der Görlitzer Südstadt eröffnet.

Aus der größten Not haben die beiden eine Tugend gemacht: Als Schausteller stand Hübscher wegen Corona quasi über Nacht ohne Arbeit da. Ein Eiscafé wollte er schon immer eröffnen, aber nun ging alles viel schneller als geplant. Und er fand tatsächlich eine perfekte Marktlücke: In der Südstadt hat er kaum Konkurrenz, die Lage an der Straßenbahnhaltestelle beschert ihm viel Publikum, das rein natürliche Eis, traditionell hergestellt mit Milch und Sahne, schmeckt super. Die Folge: Die Eisdiele lief von Anfang an wie geschmiert. (SZ/ik)

Die neue Eisdiele von Sebastian Hübscher erfreut die Görlitzer. Lesen sie hier mehr dazu.

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