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"Nicht eine Impfdosis bleibt übrig"

Im Landkreis Görlitz sind bislang zwei mobile Impfteams von ASB und Maltesern in Heimen unterwegs. Sie impfen Bewohner und Personal.

In Pflegeheimen rücken mobile Impfteams an und impfen Bewohner sowie Personal gegen Covid-19.
In Pflegeheimen rücken mobile Impfteams an und impfen Bewohner sowie Personal gegen Covid-19. © Daniel Förster (Symbolbild)

Beate Lemberg ist eigentlich für den Katastrophenschutz bei den Görlitzer Maltesern zuständig. Doch jetzt ist sie auch die Leiterin für zwei mobile Impfteams, die die Malteser haben. Eins unterstützt die Impfungen gegen Covid-19 in Pflegeeinrichtungen im Landkreis Görlitz, eins im Landkreis Bautzen.

Seit dem 21. Januar ist das Görlitzer Team unterwegs, gestern zum Beispiel in Heimen in Jonsdorf und Großschönau. Auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) stellt ein mobiles Impfteam, ein zweites befindet sich im Aufbau.

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Holpriger Start, jetzt läuft es besser

Der ASB startete am 2.Januar mit dem mobilen Impfteam. Allerdings lief die Impfung schleppend an. Das lag nicht am ASB, sondern an den wenigen Impfdosen, die für den Kreis zur Verfügung standen. In den Heimen mussten zunächst die Einwilligungen der Bewohner eingeholt werden. Das dauerte ein paar Tage. Das ist jetzt erledigt und die Heime warten auf die Impfteams. Wann die kommen können, bestimmt jedoch die Menge des bereitgestellten Impfstoffs. Und der ist knapp.

Im Landkreis gibt es über 100 Alten- und Behinderteneinrichtungen. Von den 25.000 über 80-Jährigen im Landkreis leben rund 3.700 in den Heimen. Die über 80-Jährigen sollen als Erste geimpft werden wie auch die Mitarbeiter von Krankenhäusern oder Pflegediensten. Ende vergangener Woche waren nach Angaben des Landkreises die Bewohner von vier Heimen bereits ein zweites Mal gegen das Coronavirus geimpft.

Die mobilen Impfteams bestehen sowohl beim ASB als auch bei den Maltesern aus jeweils drei Helfern. Dazu stellt die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) einen Arzt und eine Krankenschwester für jedes Impfteam. Während sich Arzt und Schwester um die Aufklärung über die Impfung sowie die Impfung selbst kümmern, leisten die ASB- und Malteser-Helfer organisatorische Unterstützung und erledigen den Papierkram.

"Und das ist ganz schön viel", sagt Beate Lemberg. Sie erzählt, wie der Einsatz abläuft: "Morgens fahren wir nach Löbau ins Impfzentrum und werden zunächst selbst auf Corona getestet. Dann erhalten wir die Menge an Impfstoff, die wir am Tag in Heimen an Bewohner und Personal verimpfen können. Und dann geht es los." Beate Lemberg betont, dass das Impfteam freundlich und dankbar empfangen werde. Die mobilen Impfteams sind täglich in ein oder zwei Heimen. Das ist abhängig vom zur Verfügung stehenden Impfstoff und der Zahl der Impfwilligen.

Genug Mitarbeiter von ASB und Maltesern für Impfteams

Sowohl beim ASB als auch bei den Maltesern hatten die Organisatoren wenig Probleme, Mitarbeiter für die mobilen Impfteams zu finden. "Nach unserem Aufruf sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen, sodass wir der Aufgabe gut gerecht werden konnten", berichtet ASB-Sprecher Henri Burkhardt. Das gilt auch für das zweite mobile Impfteam, dass der ASB Görlitz derzeit gemeinsam mit dem ASB Löbau aufbaut. Dringend benötigt wird es offensichtlich aber erst, wenn dem Kreis mehr Impfstoff zur Verfügung steht.

Zahl der Impfteams abhängig von der Impfstoffmenge

Beate Lembergs Aufgabe ist es auch, genau darauf zu achten, dass am Abend alle Impfdosen verbraucht sind. "Bisher wurden alle geplanten Impfungen durchgeführt, nicht eine Impfdosis blieb übrig", erklärt sie. Die Impfdosen für die zweite Impfung der Menschen drei Wochen später sind vorhanden.

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