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"Jetzt ist seine Privatsphäre mal auf dem Präsentierteller": Hat Görlitzerin Polizisten verleumdet?

Vor zwei Jahren floh eine Frau mit ihrem Baby aus Bayern zu einer Mütterrechtlerin in Königshain bei Görlitz. Es kam zum Polizeieinsatz. Beide Seiten sehen sich im Recht.

Von Susanne Sodan
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Wer hat hier Grenzen überschritten? Eine Kindeswegnahme sorgte für heftige Kritik an der Polizei. Aber es gibt auch Zweifel an einer Königshainerin.
Wer hat hier Grenzen überschritten? Eine Kindeswegnahme sorgte für heftige Kritik an der Polizei. Aber es gibt auch Zweifel an einer Königshainerin. © dpa

Es war ein Fall, der Emotionen bundesweit hochkochen ließ: Ende Oktober 2022 holte die Polizei ein rund fünf Wochen altes Baby aus dem Haus in Königshain. Die Mutter des Kindes kommt aus Augsburg, stand mit dem Kindsvater im Sorgerechtsstreit. Dem Vater war damals das Sorgerecht zugesprochen worden. Aber die Mutter war mit dem Baby von Bayern nach Sachsen gefahren und bei einer heute 52-jährigen Königshainerin, die in Mutterrechtskreisen aktiv ist, untergekommen. So kam es zum Einsatz der Görlitzer Polizei, der auch im Netz die Wellen hochschlagen ließ: Die Staatsanwaltschaft wirft der Königshainerin vor, auf Facebook einen der Polizisten beleidigt und verleumdet zu haben. Nun stand sie vor Gericht in Görlitz.

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