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Neiße bleibt im grünen Bereich

Eine weitere Gewitternacht liegt hinter Görlitz. Hochwassergefahr wie andernorts brachte sie aber nicht.

Vor einem reichlichen Jahr sah die Lage kritischer aus. Im Juni 2020 stieg die Neiße bis auf Alarmstufe 2.
Vor einem reichlichen Jahr sah die Lage kritischer aus. Im Juni 2020 stieg die Neiße bis auf Alarmstufe 2. ©  Archivfoto: Nikolai Schmidt

Trotz des Regens der vergangenen Nächte bleibt die Lage an der Neiße entspannt.

Die Görlitzer Feuerwehr beobachtet die Lage zwar weiterhin, bislang aber haben die Unwetter der vergangenen Nächte an der Neiße kaum Auswirkungen. Im Westen Deutschlands führten sie hingegen zu Katastrophen.

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Pegel ist gestiegen

Laut dem Landeshochwasserzentrum Sachsen lag der Wasserstand an der Görlitzer Messstelle am Donnerstag gegen 10.30 Uhr bei rund 190 Zentimetern. Damit ist der Wasserstand gestiegen, am Mittwoch zur gleichen Zeit lag er bei 165 Zentimetern. In seiner Vorhersage geht das Landeshochwasserzentrum davon aus, dass der Stand im Laufe des Tages noch leicht auf über 200 Zentimeter ansteigt, dann in den kommenden Tagen wieder sinkt.

Es handelt sich um Werte, die weit unter der ersten Alarmstufe liegen. An der Görlitzer Messstelle gilt diese ab einer Wasserhöhe von 320 Zentimetern. Allerdings passiert an der Neiße in Görlitz bei der ersten Alarmstufe noch gar nichts. Zu sehen ist dann im Fluss etwas mehr Wasser, aber nirgends besteht die Gefahr von Überschwemmungen.

Eine Rolle spielen auch die Durchflusswerte, also wie viele Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Neiße hinabrauschen. Am Donnerstagvormittag waren es etwa 23 Kubikmeter, das entspricht einem mittleren Wert.

Das jüngste Neißehochwasser ist aber noch gar nicht so lange her. Im Juni vorigen Jahres stieg die Neiße bis auf Alarmstufe zwei. Die Wassermassen rissen mehrere Bäume beim Volksbad vom Ufer, wodurch teils der Radweg beschädigt wurde.

Ab Sonnabend ruhigeres Wetter

Glück trotz Unwetter hat Görlitz auch, weil die Gewitter der vergangenen Nächte zwar auch Regen in die Region brachten, aber weniger als andernorts: An der Wetterstation Görlitz hat es in der Nacht zum Mittwoch 5,3 Liter pro Quadratmeter geregnet, in der Nacht zum Donnerstag waren es ungefähr 6,8 Liter.

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Weiter östlich, zum Beispiel auch in Tschechien, kam mehr Regen an, bis zu 25 Liter pro Quadratmeter, an der Görlitzer Region zogen die Regenfelder aber eher vorbei, erzählt DWD-Meteorologe Henry Geyer. In den kommenden Tagen ist noch mit Gewittern und auch Regen in Görlitz zu rechnen, etwa bis Sonnabend. Dass sich hier die Lage zuspitzen könnte, nimmt er aber nicht an. Dann, erklärt Geyer, zieht stärker nordwestliche Strömung herein, die eine ruhigere Wetterlage und steigende Temperaturen mit sich bringt.

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