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Neiße: Entwarnung für Görlitz

In Görlitz und im Norden des Landkreises bleibt die Hochwasser-Lage im Vergleich zu anderen Regionen entspannt, trotz erster Warnstufen.

Die Halbinsel unterhalb der Vierradenmühle ist in Görlitz teilweise überflutet.
Die Halbinsel unterhalb der Vierradenmühle ist in Görlitz teilweise überflutet. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Die Görlitzer Neiße hat aktuell einen Wasserstand von 353 Zentimetern erreicht. Ein Stück könnte er diese Nacht noch steigen. Zeitweise sah es den Berechnungen der Landeshochwasserzentrale so auch, als würde die Alarmstufe 2 überschritten. So weit wird es voraussichtlich nicht kommen.

Kurz vor acht Uhr am Sonntag erreichte der Pegel der Neiße an der Görlitzer Messtelle die Alarmstufe 1. Die ist in Görlitz überschritten ab einem Wasserstand von 320 Zentimetern. Überschwemmungen gibt es deshalb noch keine. Bei der Alarmstufe 1 informiert die Feuerwehr Görlitz zum Beispiel Hausbesitzer in Neiße-Nähe, um sie zu warnen, erklärt Hartmut Geier, Brandmeister bei der Berufsfeuerwehr Görlitz.

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Neiße steigt noch

Er geht davon aus, dass sicherlich die Neißewiesen bei Weinhübel wieder überschwemmt werden, das ist der Erfahrung nach meist auch bei Alarmstufe 1 der Fall. Den Sonntag über beobachtete die Görlitzer Feuerwehr die Lage genau, musste aber wegen der Neiße nicht zum Einsatz.

Spätestens Montagmorgen soll laut Landeshochwasserzentrale der Pegel der Neiße bei Görlitz wieder im grünen Bereich sein. Zugute kommt der Region der Wetterumschwung am heutigen Sonntag - bislang ohne Regen. Sonnabend hatte es in Görlitz allerdings laut Deutschem Wetterdienst rund 32 Liter pro Quadratmeter geregnet. Auch durch die starken Niederschläge in der weiteren Region am Sonnabend waren die Flusspegel gestiegen.

Bald Rückkehr in grünen Bereich

Angespannter sah es im Süden des Kreises aus. So überschritt der Neißepegel bei Zittau in der Nacht zum Sonntag kurzzeitig die Alarmstufe 4. Mehrere Straßen in der Region Löbau-Zittau standen teils unter Wasser. Zum Beispiel in Eckartsberg war der Ochsengraben über die Ufer getreten und hatte Grundstücke geflutet. Verletzt wurde niemand.

Im Landkreisnorden blieb die Neiße im grünen Bereich. An der Messstelle Podrosche lag der Wasserstand durchgängig deutlich unter Warnstufe 1. Der Pegel des Weißen Schöps war am Sonnabendabend deutlich gestiegen, auf 157 Zentimeter an der Holtendorfer Messstelle, sank aber wieder. Auch der Schwarze Schöps blieb im grünen Bereich.

Viel angespannter ist die Lage im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, wo mehrere Orte durch Überschwmmungen nicht mehr erreichbar waren. Besonders Gemeinden, durch die die Kirnitzsch fließt, etwa Bad Schandau und Sebnitz, sind betroffen.

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