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Lieferprobleme verzögern Eröffnung vom "Froschkönig"

Aus der ehemaligen Brasserie am Görlitzer Postplatz wird ein Café. Der Inhaber kämpft mit zu späten Lieferungen und schwierigerem Umbau als gedacht.

Am Görlitzer Postplatz wird aus der Brasserie der Froschkönig. Wann Eröffnung ist, bleibt unklar. Sie hängt von Lieferungen ab.
Am Görlitzer Postplatz wird aus der Brasserie der Froschkönig. Wann Eröffnung ist, bleibt unklar. Sie hängt von Lieferungen ab. © André Schulze

So schnell wie das "Bauchgefühl" gegenüber auf dem Görlitzer Postplatz wird das Café "Froschkönig" nicht eröffnen. Eigentlich sollte es im November 2020 schon so weit sein. Dann kamen Corona und jede Menge Probleme.

Der Bauingenieur Andreas Kunkel möchte sich mit dem "Froschkönig" einen Traum erfüllen. An dem hält er trotz aller Schwierigkeiten fest.

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Neuer Küchentrakt und mehr für den Brandschutz

Aufgeben ist für sein Projekt keine Option, auch wenn er mit dessen Ausführung weit zurückgeworfen wurde und das Vorhaben in Zeitverzug gerät. "Es ist viel umzubauen", sagt er. Man könne eben nicht nur die alten Stühle heraustragen und neue hineinstellen, stellt Kunkel einen Vergleich an. Der Küchenbereich müsse neu gemacht werden, er sei mittlerweile in die Jahre gekommen. Es gibt eine neue Raumaufteilung, im hinteren Bereich musste eine Brandschutzdecke eingezogen werden. Derzeit laufen die Abstimmungen mit den Stadtwerken Görlitz zur neuen Elektrik im "Froschkönig", erklärt Andreas Kunkel.


Handwerker mit vollen Auftragsbüchern

Verzögert wurden die Arbeiten auch, weil Andreas Kunkel nur schwierig Handwerker für die Arbeiten binden konnte. "Die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe sind voll", erklärt er. Dazu kommen Preiserhöhungen für Material und Leistungen sowie Lieferprobleme, nicht nur bei Baumaterial. Für die Schirme vor dem künftigen Café beispielsweise wurde Kunkel die Lieferung für April 2022 avisiert, berichtet er. Die Inneneinrichtung, darunter die Theke, bestellte der Bauingenieur in Italien. "Ein Dreivierteljahr haben die wegen Corona nicht produziert, im Juli und August macht halb Italien Urlaub", erklärt er. Voraussichtlich im Dezember soll die Inneneinrichtung nun geliefert werden. "Erst dann kann ich sagen, wann ich eröffnen kann."

Ob Kunkel dann genügend Mitarbeiter haben wird, steht in den Sternen. Zwar informiert er, dass sich wegen der attraktiven Lage, wegen des Konzepts und den mitarbeiterfreundlichen Öffnungszeiten schon viele Interessenten, darunter auch aus der Gastronomie, gemeldet hätten. Einige seien aber schon wieder abgesprungen, andere hielten jedoch zur Stange. Die am Schaufenster angegebene E-Mail-Adresse hat er jedoch nicht aktiviert. "Vielleicht werde ich demnächst auch die verbliebenen Hinweise am Schaufenster entfernen", sagt er. Es ist gut möglich, dass Passanten dann mehr vom Baufortschritt im Inneren wahrnehmen können.

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