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Ostereier suchen im Schnee?

Das Osterfest wird kalt. Dabei hatte der März in Görlitz schon einen Wärmerekord gebrochen.

Die Gärtner vom Städtischen Betriebshof haben die schönen, letzten Märztage genutzt für die neue Beflanzung des Wilhelmsplatzes.
Die Gärtner vom Städtischen Betriebshof haben die schönen, letzten Märztage genutzt für die neue Beflanzung des Wilhelmsplatzes. © Quelle: Stadt Görlitz

Wo die Ostereier verstecken? Am besten drinnen statt im Garten. Ob Ostern wirklich weiß wird - das kommt darauf an, wo man feiert, sagt Anja Juckeland, Meteorologin und Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig. In hohen Lagen könnte in den kommenden Tagen tatsächlich noch mal Schnee fallen. In den niedrigen Lagen geht sie nach den aktuellen Prognosen eher nicht von weißen Ostern aus, "aber es wird deutlich kühler." Vor allem im Vergleich zu den letzten Märztagen.

Rekord in Görlitz

In Görlitz hat der 31. März einen Wärmerekord gebrochen: das Thermometer stieg auf bis zu 23,3 Grad an. Der wärmste Märztag seit knapp 50 Jahren. Der bisherige März-Spitzenreiter war der 30. März 1968, an dem in Görlitz 22,5 Grad gemessen wurden. In Dresden war es vorigen Mittwoch noch wärmer. Mit 24,6 Grad gab es in der Landeshauptstadt fast schon einen sogenannten Sommertag.

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"Insgesamt war der März in Görlitz leider zu warm", erzählt Anja Juckeland. Dass das vielleicht anders wirkte, lag am winterlichen Wetter im ersten Drittel, in dem es auch in Görlitz noch mal Schneeschauer gab.

Natur musste noch mal in die Pause

Angefangen hatte der Monat recht mild. Am 2. März stieg das Thermometer in Görlitz schon auf bis zu 15 Grad. "Die Natur stand also schon in den Startlöchern", musste aber noch mal eine Pause einlegen, weil polare Kaltluft aus Nord- und Nordwest hereinzog, es folgten Niederschlag und Schneefall, erklärt Anja Juckeland. Im zweiten Märzdrittel begannen langsam aus südwestlicher Richtung mildere Luftmassen hereinzuströmen. Kältester Tag war der 20. März mit einer Durchschnittstemperatur von minus drei Grad. Danach, im letzten Drittel des Monats, breitete sich eine Hochdrucklage aus Richtung Osten über Europa aus - blauer Himmel, Sonnenschein, Rekord.

Alles zusammengefasst ergab das eine März-Durchschnittstemperatur von 4,3 Grad in Görlitz. Üblich nach dem langjährigen Mittel wären 3,2 Grad. Über den üblichen Werten lag auch die Sonnenscheindauer: Görlitz kommt im März auf knapp 149 Sonnenstunden, üblich wären 121. Den März voriges Jahr haben viele noch als deutlich sonniger in Erinnerung. So war es auch mit 184 Stunden. Es war allerdings nicht wärmer, abgesehen von den Sonnenstunden waren die März-Durchschnittswerte voriges Jahr recht ähnlich.

Winter kehrt zurück

Auch beim Niederschlag. Viel Sonne bedeutet meistens weniger Niederschlag, so auch dieses Mal: 34,2 Liter pro Quadratmeter. Üblich wären in Görlitz für einen März 38,6 Liter.

Mit mehr Regen, in den höheren Lagen womöglich Schnee, rechnet der DWD in den kommenden Tagen. Nach den aktuellen Prognosen sinken die Temperaturen am Wochenende auf bis zu 12 Grad , "und nächste Woche kommt noch mal Kaltluft", sagt Anja Juckeland. Dann könnten die Temperaturen im Tiefland auf sechs bis fünf Grad sinken.

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