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Wo Sachsens Pilze wachsen

Ein neuer Atlas informiert zu Pilzen. Wer keinen Ausflug in den Wald plant, kommt auch im Görlitzer Naturkundemuseum auf seine Kosten.

Hübsch anzusehen, aber leider giftig.
Hübsch anzusehen, aber leider giftig. © LfULG/N.Hiller

Zum Start in die Pilzsaison ist ein neuer Atlas "Pilze in Sachsen" erschienen. Das Werk listet 3.682 Ständerpilzarten auf, die in Sachsen vorkommen. Herausgegeben wurde der Atlas vom Landesumweltamt Sachsen.

Auch historische Quellen wurden genutzt

Der zweibändige Atlas gibt Einblicke in die Formen- und Farbenvielfalt der Ständerpilzarten und enthält Verbreitungskarten sowie Angaben zur Ökologie der sächsischen Pilzflora. Zu allen Arten sind Diagramme zur Fundzahl und Angaben zur Häufigkeit, Verbreitung und Gefährdung aufgeführt. Informiert wird auch über Erstfunde, auffällige Merkmale, Speisewert und Verwechslungsmöglichkeiten.

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Der Pilzatlas basiert auf über 30 Jahren überwiegend ehrenamtlicher Forschungs- und Kartierungsarbeit der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Mykologen. Für den Atlas wurden rund 476.700 Datensätze erfasst und ausgewertet, darunter auch historische Quellen. Die älteste Quelle stammt aus dem Jahr 1594. So sind auch 209 Arten beschrieben, die in Sachsen bereits ausgestorben oder verschollen sind.

Grauer Wulstling.
Grauer Wulstling. © LfULG/N.Hiller

Ausflug ins Reich der Pilze

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Der Atlas kann gegen eine Schutzgebühr von 65 Euro über den zentralen Broschürenversand des Freistaates Sachsen bestellt werden.

Pilzfreunde, die selbst keinen Ausflug in den Wald unternehmen möchten, finden sicher einige der im Atlas beschriebenen Pilze auch in der Ausstellung des Görlitzer Senckenberg-Naturkundemuseums. Sie ist ab dem 23. September zu sehen.

Einer der bekanntesten und beliebtesten Speisepilze: der Steinpilz.
Einer der bekanntesten und beliebtesten Speisepilze: der Steinpilz. © LfULG/N.Hiller

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