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CDU legt Messlatte für Landratswahl hoch

Stephan Meyers Ankündigung zur Wahl 2022 anzutreten, kommt jetzt überraschend. Doch es blieb ihm keine Alternative. Ein Kommentar.

Symbolfoto
Symbolfoto © Matthias Weber, Montage: SZ/Bildstelle

Eigentlich wollte die CDU mit ihrem neuen Bundestagskandidaten am Wochenende die Schlagzeilen bestreiten. Tatsächlich wird er am Sonnabend in Görlitz nominiert. Doch nun wird das von der Ankündigung des Zittauer Landtagsabgeordneten Stephan Meyer in den Schatten gestellt, bei der nächsten Landratswahl für die CDU anzutreten. 

Wegen der "Terminlage" blieb Meyer aber auch nicht viel anderes übrig. Er musste jetzt darüber informieren, ob er in Dresden erneut als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion antritt. Da er darauf verzichtet, lag die zweite Frage auf der Hand, ob er seine Zukunft als möglicher Landrat im Kreis Görlitz sieht. Es zeichnet Meyer aus, dass er dieser Frage jetzt nicht auswich. Ob es sich für ihn positiv auswirkt, fast zwei Jahre als Landrat in spe angesehen zu werden, wird spätestens der Wahltag 2022 zeigen. Die CDU legt mit Meyer die Messlatte zur Wahl aber besonders hoch.

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Meyer kommt mit seiner Ankündigung einer weit verbreiteten Erwartung in seiner eigenen Partei nach. Der Druck wuchs auch nach der Landtagswahl im vergangenen Jahr, als Meyer in seinem Wahlkreis den AfD-Mitbewerber mühelos auf Distanz hielt. Andererseits scheint es aber so gewesen zu sein, dass Meyer sich auch eine andere Zukunft hätte vorstellen können. Doch Ministerposten hat die CDU derzeit in Dresden nicht zu vergeben. Selbst eine völlige berufliche Neuorientierung lag im Bereich des Möglichen. Meyer aber ließ sich in die Verantwortung nehmen.

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