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Corona: Kreis richtet Testzentrum ein

Die Station gibt es bereits in Löbau. Wozu sie dient, ließ das Landratsamt offen.

Noch gibt es die Teststationen an der A 4 bei Görlitz und an den Flughäfen für Reiserückkehrer.
Noch gibt es die Teststationen an der A 4 bei Görlitz und an den Flughäfen für Reiserückkehrer. © Robert Michael/dpa (Archiv)

Das Görlitzer Gesundheitsamt hat seine Tests im August stark ausgeweitet. Das bestätigte Amtsleiterin Annegret Schynol vor dem Gesundheitsausschuss des Kreises am Montag. 

Rund 1.500 Tests hätten ihre Mitarbeiter durchgeführt, seit Anfang März seien es nun 2.839. Das Gesundheitsamt testet ausschließlich Kontaktpersonen oder isolierte Infizierte. Menschen, die Symptome wie Fieber oder Husten haben, gehen hingegen zu ihrem Hausarzt oder zum Kinderarzt, um sich testen zu lassen. Wie hoch diese Tests ausfallen, ist aber nicht bekannt. Frau Schynol machte dazu keine Angaben vor dem Ausschuss.

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Nachdem die Amtsärztin bereits vor dem Kreistag eine Zwischenbilanz zur Corona-Pandemie im Landkreis gegeben hatte, stand das Thema nun auch auf dem Programm des Gesundheitsausschusses. Doch das Landratsamt blieb bei vielen Dingen vage und blieb am Dienstag auch Antworten auf Nachfragen der SZ schuldig.

So hat das Gesundheitsamt in Löbau ein stationäres Testzentrum eingerichtet. Ob dort seit 1. September auch getestet wird und vor allem, wer sich an dieses Zentrum wenden kann, blieb offen. Es befindet sich in der ehemaligen Rettungswache in der Georgewitzer Straße und kann von den übrigen Räumen strikt getrennt werden.

Perspektivisch, so erklärte Frau Schynol, könnte auch die Impfung gegen das Coronavirus über dieses neue Testzentrum laufen, das neben den mobilen Testteams des Kreises bestehen wird. Auch plant der Kreis, die Grippeschutzimpfung dort vorzunehmen. Bislang wurden die Impfen im Görlitzer Gesundheitsamt gesetzt, doch kann die Behörde dort so viele Besuchskontakte derzeit nicht gebrauchen. Zwei Impfteams waren in der Vergangenheit bei der Grippeschutzimpfung in Görlitz im Einsatz. Ob sie der Kreis nun ausschließlich in Löbau anbietet, konnte das Landratsamt der SZ am Dienstag ebenso nicht beantworten. 

Dass die Corona-Pandemie durchaus eine Belastung für die Kreisverwaltung ist, dürfte jedem klar sein. Nicht nur müssen die Kontaktpersonen nachverfolgt werden, um Ansteckungskreisläufe zu durchbrechen, zusammen mit dem Ordnungsamt müssen auch die Hygienepläne für Veranstaltungen genehmigt werden. Deshalb wurde das Gesundheitsamt mit Mitarbeitern aus anderen Abteilungen aufgestockt. Wie viele Mitarbeiter mittlerweile mit Corona beschäftigt sind, ist aber ebenso unklar. Martina Weber, Sozial-Beigeordnete des Kreises, sprach von 120 bis 130. Rund 65 gehören den Nachverfolgungsteams an, hier werden fünf Mitarbeiter pro 20.000 Einwohner gesetzlich verlangt. Weitere 45 Mitarbeiter sind am Bürgertelefon im Einsatz, bei dem  bislang rund 24.400 Anrufe eingingen. Schließlich seien noch Mitarbeiter-Pools gebildet worden, die die Quarantäne-Bescheinigungen ausstellen sowie die Rückkehrer-Fälle bearbeiten. Wie hoch hier die Zahl der Angestellten ist, gibt der Kreis gegenüber der SZ nicht an.  

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