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Görlitz

Nieskyer will für die SPD in den Bundestag

Harald Prause-Kosubek ist der SPD-Direktkandidat bei der Wahl am 26. September. Eine weitere Wahl gewann er schon an diesem Wochenende.

Harald Prause-Kosubek ist Mitglied im Stadtrat in Niesky für die Fraktion der SPD. Nun kandidiert der Nieskyer für den Bundestag.
Harald Prause-Kosubek ist Mitglied im Stadtrat in Niesky für die Fraktion der SPD. Nun kandidiert der Nieskyer für den Bundestag. ©  Archiv/André Schulze

Harald Prause-Kosubek heißt der neue starke Mann der SPD im Landkreis Görlitz. Am Wochenende wurde er in Rietschen nicht nur zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt, sondern auch zum Direktkandidaten der Sozialdemokraten zur Bundestagswahl im September im Wahlkreis Görlitz. Prause-Kosubek erhielt 88,9 Prozent der Stimmen.

Seit Jahren engagiert sich Prause-Kosubek in vielfältiger Art für die SPD. Er ist Vorsitzender des Nieskyer Ortsvereins, hat einen Sitz im Nieskyer Stadtrat und arbeitet für SPD-Abgeordnete in Bautzen. Seit 2018 war er stellvertretender Kreisvorsitzender, seit 2019 amtierte er als kommissarischer Vorsitzender der Kreis-SPD. Zusammen mit der Görlitzerin Karin Mohr ist er nun auch ordentlicher Vorsitzender.

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Prause-Kosubek strebt mit seiner Kandidatur die Nachfolge von Thomas Jurk aus Weißkeißel an, der nach seiner Zeit als Wirtschaftsminister in Sachsen in den Bundestag gegangen und dort Mitglied des wichtigen Haushaltsausschusses ist. Jurk erklärte im vergangenen Jahr seinen Verzicht auf eine nochmalige Kandidatur. Wichtiger als die Direktkandidatur - das Direktmandat hat die SPD an der Neiße noch bei keiner Bundestagswahl seit 1990 gewonnen - dürfte für Prause-Kosubek jetzt aber ein aussichtsreicher Listenplatz bei der Sachsen-SPD für die Bundestagswahl sein.

Prause-Kosubek setzt sich für einen gelingenden Strukturwandel ein, bei dem die Bürger aktiv einbezogen werden. Der 49-jährige Vater von zwei Söhnen und gelernter Tischler lebt im Nieskyer Ortsteil See und verfolgt im Nieskyer Stadtrat auch die Debatten um das geplante Bahntestcenter Tetis mit. Es ist umstritten, auch wegen der Informationspolitik der beteiligten Landesbehörden. "Unsere Region ist nicht verloren, nicht das Armenhaus im Osten, nicht der abgehängte ländliche Raum, den selbsternannte Demoskopen und Wirtschaftsforscher längst abgeschrieben haben", erklärte Prause-Kosubek in seiner Bewerbungsrede. "Unsere Lausitz ist ein einzigartiger, wertvoller Lebensraum nicht nur für Isegrim." Er wolle eine laute Stimme für die Menschen der Region sein.

Wie wichtig die Parteien die Bundestagswahl im September ansehen, zeigt sich darin, dass die Parteien bislang ausschließlich ihre Kreisvorsitzenden als Direktkandidaten nominierten: für die AfD Tino Chrupalla, für die CDU Florian Oest, für die Grünen Annett Jagiela und jetzt für die SPD Harald Prause-Kosubek.

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