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Schnelle Entscheidung über Helenenbad nicht in Sicht

Mehrere Alternativen für das frühere Görlitzer Freibad liegen auf dem Tisch. Motor Görlitz/Grüne wollen jetzt mit den anderen Stadtratsfraktionen reden.

Das alte Helenenbad in Görlitz.
Das alte Helenenbad in Görlitz. © Christian Suhrbier

Die Fraktion Motorgrüne lehnt eine schnelle Entscheidung über die Zukunft des Helenenbades ab. Vielmehr solle im Zuge der nächsten Haushaltsdebatte der Stadtrat klären, was die Stadt mit dem Helenenbad künftig vorhat. Das erklärte Mike Altmann, Ko-Vorsitzender der Fraktion am Wochenende.

Nach Angaben des Rathauses kann sich die Haushaltsverabschiedung bis Mitte nächsten Jahres hinziehen. Altmann warnt jedoch vor einem Schnellschuss und will sich auch nicht mit dem Beginn der Saison im Mai unter Druck setzen lassen.

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Zuvor hatte die Stadtverwaltung verschiedene Varianten für die künftige Betreibung und Nutzung des Helenenbades im Stadtrat vorgestellt. Das hatte Altmanns Fraktion im Sommer gefordert. Damals war bekannt geworden, dass der bisherige Betreiber, der Verein AuR, sich auflöst. Daraufhin wollte die Stadt die städtische Tochtergesellschaft Kommwohnen mit dem Betrieb beauftragen. Altmanns Fraktion aber wollte sich damit nicht zufriedengeben und fand mit ihrem Antrag eine Mehrheit im Rat.

Bürgermeister Michael Wieler stellte nun verschiedene Alternativen im Stadtrat vor. Sie reichen von der Wiederherstellung eines Naturbades sowohl im Helenenbad-Gelände als auch am Neißebad über eine Erholungsfläche bis hin zu einem Zelt-Schullandheim. Entschieden ist damit aber nichts. Wieler allerdings drängt den Stadtrat mit Blick auf die neue Saison auf eine rasche Entscheidung.

Motorgrüne schlagen hingegen vor, dass nach der Einigung im Stadtrat ein öffentliches Interessenbekundungsverfahren organisiert wird. Eine Vergabe ohne ein Verfahren an einen Träger sei dem Stadtrat nach Ansicht von Altmann so einfach nicht möglich, rechnet er doch mit einem Jahreszuschuss mindestens im fünfstelligen Bereich.

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