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Unternehmer geht aus dem Stadtrat - Polizist folgt ihm

Helmut Goltz gestaltete jahrelang die Görlitzer Politik mit. Jetzt geht der Seilermeister. Sein Nachfolger steht fest.

Helmut Goltz geht, Heiko Romsdorf folgt ihm in den Stadtrat in Görlitz.
Helmut Goltz geht, Heiko Romsdorf folgt ihm in den Stadtrat in Görlitz. © Montage: Bildstelle, Fotos: CDU

In der CDU-Fraktion im Görlitzer Stadtrat kommt es zum zweiten Mal in diesem Jahr zu einem Wechsel. Nachdem mit Thomas Leder der dienstälteste Stadtrat im Juni dieses Jahres sein Stadtratsmandat niederlegte, scheidet nun mit dem Unternehmer Helmut Goltz der nächste profilierte Stadtrat aus. Über einen entsprechenden Antrag der CDU muss der Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung entscheiden.

Ihm folgen wird der 57-jährige Heiko Romsdorf, Polizeihauptkommissar bei der Bundespolizei. Romsdorf ist acht Jahre jünger als Goltz, der Unterschied ist nicht so groß wie beim Wechsel von Thomas Leder, der sich vor allem um die Stadthalle verdient gemachte hatte, auf den genau 20 Jahre jüngeren Matthias Schöneich.

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Goltz trennt sich seit einiger Zeit von seinen Ehrenämtern. So legte er den Vorsitz der CDU-Mittelstandsvereinigung nieder, jetzt scheidet er aus dem Stadtrat aus. Dem Görlitzer Parlament gehörte er gleich 1990 für die DSU an, später kümmerte er sich vor allem um sein Traditionsunternehmen. Schließlich kehrte er 2014 in den Stadtrat zurück, jetzt für die CDU. Auch in seiner Firma Görlitzer Hanf- und Drahtseilerei ist der Generationswechsel im Laufen: Seine Tochter soll ihm da als Geschäftsführerin folgen. Goltz hat schon seit längerem die Absicht, mehr Zeit für sich und sein Privatleben zu haben.

Die CDU-Fraktion erhält damit peu à peu ein neues Gesicht. Da der Wähler nach bekannten Namen auf den Listen bei der Stadtratswahl schaut, haben völlig Neue bei der Wahl häufig schlechte Karten. So erging es der Linkspartei 2014, als sie viele neue, junge Gesichter weit vorn auf die Liste gestellt hatte - der Wähler aber die bekannten Stadträte von hinteren Listenplätzen nach vorne holte. Die CDU geht einen anderen Weg: Matthias Schöneich und Heiko Romsdorf haben nun vier Jahre Zeit, um sich einen Namen zu machen.

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