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Polizei findet ein Kilo Marihuana in Zittau - auf dem Gehweg

Wie die Drogen dort hinkamen, darüber gibt es erste Spekulationen. Keine Spekulation ist aber, wie die Polizei einen Raddieb in Görlitz schnappte.

Ein Kilo Marihuana fanden Polizeibeamte auf Streife Montagabend in Zittau.
Ein Kilo Marihuana fanden Polizeibeamte auf Streife Montagabend in Zittau. © Polizei

Da staunte eine Polizeistreife nicht schlecht, was so alles auf Zittauer Straßen liegt. Das aber ist nur ein Fall aus dem Polizeibericht von diesem Dienstag. Es geht auch um Reisende ohne Papiere, erfolgreiche Fahndungen dank Zeugenhinweisen und Corona-Proteste.

Beamte finden ein Kilo Marihuana in Zittau

Am späten Montagabend haben Beamte des Polizeireviers Zittau-Oberland einen ungewöhnlichen Fund gemacht. Auf Streife an der Äußeren Weberstraße entdeckten sie einen Beutel auf dem Boden, in dem sich über ein Kilogramm Marihuana befand. Offenbar hatten Unbekannte die Pflanzen verbotenerweise angebaut, unreif geerntet und dann verloren oder weggeworfen. Die Polizisten stellten den Beutel samt Inhalt sicher und erstatteten Anzeige wegen unerlaubten Anbaus und Besitzes von Betäubungsmitteln gegen Unbekannt.

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Reisende ohne gültige Papiere

Fahnder der Bundespolizei kontrollierten am Montag an der Anschlussstelle Niederseifersdorf an der Autobahn A 4 einen mit drei Personen besetzten polnischen Kleintransporter. Der Fahrer wies sich mit seinem gültigen französischen Reisepass aus. Die Mitreisenden, eine 62-jährige Russin und ein 23-jähriger Russe, waren nur im Besitz ihrer französischen Aufenthaltstitel. Einen Reisepass, den sie für die Einreise nach Deutschland benötigen, konnten sie nicht vorweisen. Beide Personen wurden aufgefordert, Deutschland innerhalb einer bestimmen Frist zu verlassen.

Ebenfalls ohne gültige Dokumente reiste ein 40-jähriger Ukrainer. Der Mann wurde bei Kodersdorf in einem polnischen Kleintransporter festgestellt. Er war lediglich im Besitz seines seit Februar 2021 abgelaufenen ukrainischen Reisepasses. Auch er musste Deutschland wieder verlassen.

Polizei schnappt Dieb in Görlitz dank Zeugenhinweisen

Am frühen Dienstagmorgen haben Bundespolizisten einen Tatverdächtigen an der Reichertstraße in Görlitz gestellt. Die Uniformierten fassten den mutmaßlichen Dieb noch bevor er die Stadtbrücke in Richtung Polen überqueren konnte. Zuvor hatten fünf aufmerksame Zeugen der Polizei einen Fahrraddieb gemeldet. Dieser sollte sich samt Zweirad auf der Flucht in Richtung Jauernicker Straße befinden.

Mehrere Streifen des Görlitzer Reviers fahndeten nach dem Mann. Bundespolizisten besetzten die Stadtbrücke und fassten schließlich den 26-jährigen Deutschen. Die Beamten stellten das E-Bike der Marke Cube im Wert von über 2.000 Euro sicher und übergaben den Tatverdächtigen an die Landespolizei. Ein Alkoholtest erbrachte einen Wert von umgerechnet 1,5 Promille. Nun muss sich der 26-Jährige wegen Trunkenheit im Verkehr und besonders schweren Diebstahls verantworten.

Corona-Proteste: 260 Menschen im Kreis demonstrieren

Gegen die Corona-Politik demonstrierten am Montagabend in Görlitz, Zittau und Ebersbach-Neugersdorf rund 260 Menschen. Die meisten versammelten sich in Görlitz, dort zählte die Polizei rund 160 Teilnehmer zu einer angemeldeten Demonstration. In Zittau kamen an der Blumenuhr nach Polizeiangaben rund 65 Menschen angemeldet zusammen. Und in Neugersdorf zeigten rund 40 Personen an der Hauptstraße Fahnen. Die Neugersdorfer Demo war nicht angemeldet, sodass die Polizei eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz schrieb.

Schmierereien in der Görlitzer Innenstadt

Unbekannte haben am vergangenen Wochenende an der Dresdener Straße in Görlitz ihr Unwesen getrieben. Sie beschmierten ein Gebäude, Schilder, Banner sowie den Parkplatz, informierte die Polizei am Dienstag. Der Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Der Kriminaldienst des Görlitzer Reviers übernahm die Ermittlungen aufgrund der Sachbeschädigungen.

Verurteilter begleicht seine Strafe

Montagmittag klickten zur Mittagszeit die Handschellen für einen Polen in Kodersdorf. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl von der Staatsanwaltschaft Verden vor. Das Amtsgericht Verden (Aller) hatte zuvor den Mann wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis verurteilt. So schuldete er der Justizkasse noch 680 Euro. Wie die Bundespolizei Ludwigsdorf mitteilt, beglich der 28-Jährige seine Schulden und reiste weiter.

Reifen macht sich auf der B 115 selbstständig

Am Montagmittag hat sich auf der B 115 bei Weißkeißel der Reifen eines Sattelschleppers selbstständig gemacht und einen Verkehrsunfall verursacht. Der Pneu des 30-jährigen Fahrers schleuderte gegen einen BMW eines 61-Jährigen. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 8.000 Euro.

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