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Polizei findet Transporter mit 25 Flüchtlingen in Görlitz

Darunter waren auch Frauen und Kinder. Sie standen auf engstem Raum zusammen. Nach Zählungen der SZ steigt die Zahl damit auf insgesamt 658 seit August.

Die Beamten fanden die 25 Personen im Transporter auf engstem Raum beieinander.
Die Beamten fanden die 25 Personen im Transporter auf engstem Raum beieinander. © Danilo Dittrich

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben am Dienstagnachmittag um kurz vor 14 Uhr in der Nähe des Görlitzer Bahnhofs einen polnischen Transporter entdeckt, in dem ein mutmaßlicher Schleuser 25 Flüchtlinge auf engstem Raum aneinandergestellt transportierte. Das teilt Annekatrin Hafke, Sprecherin der Bundespolizei Pirna, der SZ auf Nachfrage mit. Darunter waren laut ersten Angaben 20 Iraker, drei Syrer und zwei Türken. Zwei der 25 Personen waren Frauen, vier waren Kinder, der Rest Männer. Die Beamten nahmen den Fahrer fest und brachten die Flüchtlinge zunächst in die Dienststelle.

Bereits am Montag hatten die Beamten zwei Schleuser festgenommen und 32 Migranten in Gewahrsam genommen. Darüber informiert Pressesprecherin Ivonne Höppner.

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Die Beamten kontrollierten in den frühen Morgenstunden einen in Polen zugelassenen Toyota Corolla. Der 22-jährige ukrainische Fahrer zeigte seinen gültigen ukrainischen Reisepass vor. Während der Kontrolle verhielt er sich laut Höppner "nervös und zittrig". Im Fahrzeug lagen mehrere Jacken und Schuhe. In der Mittelkonsole fanden die Beamten zwei irakische Reisepässe. Auf Nachfrage, wem die Pässe gehören, konnte der Ukrainer keine Antwort geben.

Mit Unterstützung des Polizeihubschraubers fanden die Beamten nahe der Kontrollstelle drei Personen liegend im Straßengraben. Es waren Iraker, die der Ukrainer zuvor nach Deutschland einschleuste.

In den Nachmittagsstunden kontrollierten die Beamten in Görlitz einen in Polen zugelassenen Skoda. Das Fahrzeug war mit fünf Personen besetzt. Bei dem Fahrer handelte es sich um einen 25-jährigen Ukrainer, der sich mit seinem ukrainischen Reisepass auswies. Seine Mitfahrer, ein Iraner und drei Iraker, hatten keine gültigen Reisedokumente. Beide Schleuser wurden vorläufig festgenommen. Im weiteren Verlauf des Montags nahmen die Beamten zwölf Jemeniten, vier Palästinenser, acht Iraker sowie ein Syrer in Gewahrsam. Der Ermittlungsdienst der Inspektion Ludwigsdorf ermittelt gegen die bekannten und teilweise unbekannten Täter wegen des Einschleusens von Ausländern.

Damit liegt die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die seit August im Bereich Ludwigsdorf aufgetaucht sind, gemeinsam mit dem letzten Aufgriff nach Zählungen der SZ bei insgesamt 658.

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