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Polizei legt Schleusern das Handwerk

Die Spur der Staatsanwaltschaft Görlitz führte nach NRW und Niedersachsen. Dort durchsuchten Bundespolizisten jeweils eine Wohnung und wurden fündig.

© Bundespolizei

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Görlitz hat die Bundespolizei einen weiteren Haftbefehl und zwei Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern vollstreckt, teilt Oberstaatsanwalt Christopher Gerhardi mit.

Nach Durchsuchungen in dieser Sache am 17. März wurde nun in einem weiteren Verfahren wegen des Verdachts der Schleuserei ein Tatverdächtiger festgenommen. Insgesamt 52 Beamte durchsuchten seine Wohnung und die Wohnung einer weiteren Beschuldigten nach Beweismitteln.

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Die Durchsuchungen fanden in Steinfurt in Nordrhein-Westfalen sowie im niedersächsischen Stuhr statt und richteten sich gegen einen Mann und eine Frau mit russischer Staatsangehörigkeit und tschetschenischer Volkszugehörigkeit. Der Beschuldigte wurde dabei in Steinfurt festgenommen.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Görlitz ist die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle an der Saale seit September vergangenen Jahres in einer Sonderkommission gemeinsam mit den Bundespolizeiinspektionen Ludwigsdorf und Ebersbach den Schleusern auf der Spur. Im Fahndungsraum Mitteldeutschland erwischte die Bundespolizei Ende 2020 bis Anfang 2021 mehrfach illegal Eingeschleuste.

In einem Fall fanden die Beamten im September 2020 am Hauptbahnhof Dresden 19 Geschleuste, die zuvor per Lkw nach Deutschland eingeschleust wurden. Ludwigsdorfer Bundespolizisten fanden das Schleuserfahrzeug. Ermittlungen führten zu den Organisatoren im Hintergrund in Steinfurt und Stuhr.

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Schlussendlich wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Der Beschuldigte wird am zuständigen Amtsgericht in Rheine vorgeführt. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten verschiedene Beweismittel, wie Smartphones, Tablets, Unterlagen, Dokumente und Geld. Aus den Beweismitteln sollen Tatnachweise und Verbindungen zu weiteren Tatverdächtigen hergestellt werden. "Die Auswertung dieser Beweismittel nimmt Zeit in Anspruch und wird noch andauern", erklärt Gerhardi.

Bei den Ermittlungen arbeitete die Staatsanwaltschaft Görlitz mit verschiedenen Bundespolizeidienststellen in Mitteldeutschland zusammen. (SZ)

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