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Mehr als jeder Vierte gefährdet Rad-Verkehr

Das ist das Ergebnis einer Großkontrolle der Polizei in der Oberlausitz. Vor allem ausländische Lkw-Fahrer verhielten sich unvorsichtig, aber auch Radler selbst.

Symbolbild
Symbolbild © Brühl/Archiv

Insgesamt 130 Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer, die den Straßenverkehr durch Regelverstöße gefährdeten, haben Beamte der Polizeidirektion Görlitz am Mittwoch in den Landkreisen Görlitz und Bautzen erwischt. Im Zuge einer großen Kontrolle wollten die Beamten einen Tag lang ein ganz besonderes Augenmerk auf die Sicherheit von Fahrradfahrern legen. Daher kontrollierten sie insgesamt 370 Verkehrsteilnehmer an ausgewählten Unfallschwerpunkten, teilt Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mit. Damit beteiligten sie sich am bundesweiten Projekt „sicher.mobil.leben“.

Auto- und Lkw-Fahrer gerieten immer wieder in den Fokus der Beamten, vor allem wegen drei Arten von Verstößen: zu geringer Abstand beim Überholen von Radfahrern, Halte- und Parkverstöße an Radwegen sowie Geschwindigkeitsverstöße abbiegender Lkw. "Letztgenannter Verstoß fiel besonders häufig auf, womöglich aus Unwissenheit der Verkehrsteilnehmer", so Ulbrich.

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Vor allem ausländische Lasterfahrer kannten den neuen Passus der Straßenverkehrsordnung häufig noch nicht, der seit April 2020 gilt: Er besagt, dass Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen innerorts beim Rechtsabbiegen mit Schrittgeschwindigkeit fahren müssen, wenn mit Rad- oder Fußgängerverkehr zu rechnen ist. Die Beamten führten zu diesem Thema mehr als 50 Gespräche und klärten über die Rechtslage auf.

Auch Radfahrer selbst waren laut Polizei nicht immer vorschriftsmäßig unterwegs und stellten dabei eine potenzielle Gefahr für andere dar, vor allem aber für sich selbst. Die Polizisten registrierten knapp 50 Verstöße wegen technischer Mängel an Fahrrädern und erwischten mehr als 20 Radfahrer, die keine Radwege nutzten oder auf Radwegen in die falsche Richtung fuhren.

Weitere Meldungen aus dem Polizeibericht:

Einbrecher stehlen zwei Fahrräder

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag zwei Fahrräder aus einem Haus auf der Bogstraße in Görlitz gestohlen. Das schwarz-graue Herren-Trekking-Bike von Kalkhoff und das schwarz-graue Mountainbike von Winora hatten einen Gesamtwert von circa 1.000 Euro. Der örtliche Kriminaldienst ermittelt.

Diebe lassen Mäh-Roboter zurück

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Donnerstag auf der Zittauer Straße in Görlitz offenbar versucht, einen Mäh-Roboter zu stehlen. Die Diebe rissen die Begrenzungskabel aus dem Boden und zerschnitten diese teilweise. Letztendlich zogen sie aber ohne ihre Beute ab. Der Sachschaden beträgt etwa 400 Euro. Der örtliche Kriminaldienst ermittelt.

Autobahnpolizei ahndet mehrere Verstöße

Ein 43-jähriger Pole war am Donnerstagmittag ohne Führerschein der Klasse B unterwegs, als Polizisten ihn mit seinem Kleintransporter Opel Movano an der Raststätte Oberlausitz der A 4 kontrollierten. Die Autobahnpolizei übernahm den Sachverhalt vor Ort, erstattete Anzeige gegen den Mann und untersagte ihm die Weiterfahrt.

Eine Stunde später stellten Beamte im Zuge einer Kontrolle an der Anschlussstelle Nieder Seifersdorf zwei gerissene Bremsscheiben an einem polnischen Sattelzug Man fest. Der Lkw musste aufgrund dieser und weiterer technischer Mängel stehen bleiben. Die Polizisten leiteten ein Bußgeldverfahren gegen den 50-jährigen ukrainischen Fahrer ein.

Am Abend erwischten die Beamten wenige hundert Meter vor der Grenze nahe des Rastplatzes An der Neiße einen Polen, der ohne Haftpflichtversicherung mit seinem Pkw unterwegs war. Die Autobahnpolizei übernahm den Mann und sein Fahrzeug und fertigte eine entsprechende Anzeige.

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