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Mit Alkoholfahne über Stadtbrücke gefahren

Bundespolizisten ertappten in Görlitz einen VW-Fahrer, der nicht mehr nüchtern war. Außerdem tauchte die gesuchte Zwölfjährige wieder auf.

Symbolbild
Symbolbild © Uwe Anspach/dpa

Mit einer kräftigen Alkoholfahne ist am Donnerstagabend der Fahrer eines VW Passat von der Bundespolizei gestoppt worden. Mit dem VW war der 45-Jährige kurz zuvor über die Görlitzer Stadtbrücke aus Polen eingereist, teilt Bundespolizei-Sprecher Michael Engler mit. Als der Mann aufgefordert wurde, seine Dokumente vorzuzeigen, stieg er aus dem Auto.

"Während er die Tür öffnete, stieg den Uniformierten kräftiger Alkoholgeruch in die Nase. Obwohl in der Mittelkonsole des Passats zwei Flaschen eines Biermixgetränkes - eines davon ohne Verschluss - entdeckt wurden, erklärte der Görlitzer, dass er nichts Alkoholisches getrunken habe", so Engler. Allerdings zeigte das Alkoholmessgerät wenig später einen Wert von umgerechnet 1,00 Promille Atemalkohol an. Der Fall wurde dem Neißerevier übergeben. Wegen des Verstoßes gegen die 0,5 Promille-Grenze wird der Betroffene nun mit einem Bußgeldbescheid zu rechnen haben. (SZ)

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Weitere Meldungen aus dem (Bundes-)polizeibericht:

Vermisste Zwölfjährige ist wieder da

Die Polizei beendet die Öffentlichkeitsfahndung nach der vermissten 12-Jährigen aus Görlitz. Die Beamten trafen die Vermisste am Donnerstagnachmittag wohlbehalten im Park An der Jakobuskirche in Görlitz an.

Autofahrerin zeigt Fantasie-Führerschein vor

Spätere Ermittlungen ergaben, dass die Beschuldigte bereits vor knapp zwei Monaten von Kollegen der Bundespolizeiinspektion Angermünde wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt wurde. Schon damals war sie offensichtlich im Besitz des Fantasie-Führerscheines, allerdings hatte sie diesen nicht offiziell vorgezeigt. Damit sie ab sofort gar nicht mehr in die Verlegenheit kommt, den falschen Schein in die Hand zu nehmen, wurde dieser nun im Zuge des eingeleiteten Strafverfahrens beschlagnahmt.

Bundespolizisten haben am Donnerstagnachmittag eine 43-jährige Fahrerin dabei erwischt, wie sie in ihrem polnischen Mazda über die A4 fuhr. Bei Nieder Seifersdorf stoppten die Beamten die Frau, in dem neben der Fahrerin noch zwei Männer aus Georgien in Richtung Polen reisten. Auf Nachfrage übergab die 43-Jährige den Uniformierten ihren Führerschein. Schnell stand fest, dass es sich bei dem Schein um ein ominöses Fake-Dokument aus dem Internet handelte. "Es gibt dort einige Webseiten, auf denen man sich einen angeblichen 'internationalen Führerschein' ziehen kann, der aber tatsächlich keinerlei Gültigkeit hat", erklärt ein Sprecher der Bundespolizei. Weil es zu diesem Schein kein tatsächliches Vorbild gebe, werde er in der Polizeisprache nicht als Fälschung bezeichnet, sondern als "Fantasiedokument".

Neben dem Fantasiedokument tauchte auch ein ukrainischer Führerschein, ausgestellt auf die Georgierin, auf. "Letztlich war es aber egal, mit welchem der beiden Scheine sie am Steuer saß", so Engler. An dem Vorwurf des Fahrens ohne Fahrerlaubnis änderte sich nämlich nichts. Das Fantasiedokument blieb schließlich Fantasie und das ukrainische Dokument hätte die seit 2018 in Neumünster lebende Frau längst umschreiben lassen müssen.

Clio kollidiert mit Golf

Zwei Autos sind am Donnerstagmittag in Görlitz zusammengestoßen. Eine 68-jährige Clio-Fahrerin wollte im Ziegeleiweg nach links in die Schlesische Straße abbiegen. Dabei übersah sie offenbar einen von rechts kommenden, vorfahrtsberechtigten Golf und es kam zum Crash. Die Unfallverursacherin und die VW-Fahrerin verletzten sich durch den Zusammenprall leicht. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von circa 10.000 Euro.

Räuberischer Diebstahl in Niesky

In Niesky ist es am Donnerstagabend zu einem räuberischen Diebstahl in einer Wohnung gekommen. Der Geschädigte saß in seinem Wohnzimmer im Erdgeschoss, als er Geräusche aus dem Schlafzimmer vernahm. Als er nachsah, überraschte ihn ein unbekannter Mann, welcher gerade dabei war, Kleidung zu stehlen. Es kam zu einer Rangelei zwischen den beiden, wobei der Geschädigte zu Boden ging und leicht verletzt wurde. Der Einbrecher flüchtete aus der Wohnung. Der 61-jährige Mieter rannte hinterher. Indes riefen mehrere Anwohner die Polizei.

Die Beamten stellten den 34-jährigen Tatverdächtigen kurz darauf. Der polizeibekannte Deutsche hatte Teile des Diebesguts bei sich und stand unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen. Die Handschellen klickten. Der mutmaßliche Räuber muss sich nun für seine Taten verantworten.

Gefasster Ladendieb erhält Bewährungsstrafe

An der Zittauer Straße in Görlitz ist es am Donnerstagabend zu einem Ladendiebstahl gekommen. Mitarbeiter beobachteten, wie ein 24-Jähriger elektrische Geräte in seinen Rucksack steckte. Mit den Waren im Wert von etwa 360 Euro versuchte der Pole, den Kassenbereich zu durchqueren. Als die Angestellten ihn ansprachen, warf er sein Gepäck davon und versuchte zu flüchten. Eine hinzugerufene Polizeistreife konnte den Mann abfangen und vorläufig festnehmen. Ein Drogentest bei dem Tatverdächtigen verlief positiv auf Amphetamine. Die Beamten erstatteten entsprechende Anzeigen gegen den Mann und leiteten ein beschleunigtes Verfahren ein. Am Freitag verurteilte ein Richter ihn zu einer Bewährungsstrafe. Sollte er in den nächsten zwei Jahren noch einmal in Deutschland straffällig werden, muss er für vier Monate ins Gefängnis.

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