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Polizei verfolgt Skoda und stellt Drogen sicher

Das weiße Auto fiel Beamten auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Kemnitz und Bischdorf auf. Die Jagd ging über die B 6 bis nach Görlitz.

© Danilo Dittrich

Zu einer spektakulären Verfolgungsjagd zwischen zwei Tatverdächtigen und der Polizei ist es am frühen Dienstagmorgen auf der B 6 zwischen Löbau und Görlitz gekommen.

Die Flucht

Eine Stunde nach Mitternacht fiel der weiße Skoda Beamten auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Kemnitz und Bischdorf auf. Sie bemerkten, dass die angebrachten polnischen Kennzeichen nicht zum Fahrzeug gehörten, teilt Polizeisprecher Kai Siebenäuger mit. Die Fahrerin flüchtete und die Fahnder verfolgten sie. Die Flucht ging über die B 6 von Löbau nach Görlitz. Bei der Verfolgung unterstützten mehrere Streifenwagen der Polizeireviere Görlitz und Zittau-Oberland. Auch die Bundespolizei half mit.

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Die Uniformierten postierten sich in Markersdorf und legten eine Nagelsperre auf die Straße. Gleichzeitig besetzten die Beamten mehrere Grenzübergänge. Auch ein Hubschrauber unterstützte aus der Luft. Die Skoda-Fahrerin überfuhr die Nagelsperre. Durch aus den Reifen austretende Luft geriet der Fabia zunehmend ins Schlingern, die Fahrerin setzte ihre Fahrt dennoch mit zum Teil über 100 km/h fort. Nachdem das Auto noch mit einem zivilen Fahrzeug der Bundespolizei kollidiert war, endete die Flucht schließlich auf der B 6 kurz nach dem Abzweig Königshufen.

Die Festnahme

Im Fahrzeug nahmen die Beamten zwei Tatverdächtige fest – eine 32-jährige Polin und einen 50-jährigen Landsmann. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Wagen Anfang Juli in Tschechien entwendet worden war. Außerdem lag gegen den Beifahrer ein Haftbefehl vor. Die Uniformierten nahmen die beiden Tatverdächtigen mit auf die Wache. Das Fahrzeug stellten sie sicher. Beim Durchsuchen der Frau fanden sie eine kleine Tüte mit einer kristallinen Substanz.

Der Drogentest zeigte bei ihr ein positives Ergebnis im Bereich der Amphetamine. Die Ordnungshüter veranlassten eine Blutentnahme. Im Fluchtfahrzeug stellten die Beamten eine Kettensäge, zwei Werkzeugkoffer und mehrere Taschenuhren sicher.

Die Ermittlungen

Der Verkehrsunfalldienst übernahm die Ermittlungen zum Unfall sowie wegen der verschiedenen Verkehrsdelikte, wie Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Urkundenfälschung und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Die Soko Argus führt die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Hehlerei, des besonders schweren Falls des Diebstahls, des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des Fahrens unter Drogeneinwirkung. Die Entscheidung über die Fortführung der Freiheitsentziehung stand noch aus. (SZ)

Weitere Meldungen aus dem Polizeibericht:

Wer wurde geschlagen? – Polizei sucht Geschädigten

Zu einem handgreiflichen Streit soll es am Sonntag, 20. Juni zwischen 1 und 2 Uhr nachts an der Zeppelinstraße in Görlitz gekommen sein. Ein bisher unbekannter Geschädigter soll dabei mit der Hand ins Gesicht geschlagen worden sein. Der vermeintliche Täter zeigte sich dann selbst bei der Polizei an.

Der örtliche Kriminaldienst übernahm die Ermittlungen wegen Körperverletzung und bittet den Geschädigten, sich bei der Polizei in Görlitz unter der Rufnummer 03581 650 - 0 zu melden.

Maroder Laster aus dem Verkehr gezogen

Gravierende technische Mängel haben Autobahnpolizisten am Montagmittag auf der A 4 bei Nieder Seifersdorf am Lkw eines Ukrainers festgestellt. An der Sattelzugmaschine waren die Schubstangenköpfe derart ausgeschlagen, dass sie auszufallen drohten. Am Sattelauflieger funktionierte die Bremse einer Achse gar nicht mehr und ein Reifen war bis zum Metallgewebe abgefahren. Ein Gutachter kam zum Einsatz und bestätigte, dass das Gespann nicht mehr verkehrssicher war. Die Polizisten untersagten dem 51-Jährigen die Weiterfahrt und erstatteten Anzeigen gegen ihn und die betreffende Firma.

Über 100 Corona-Demonstranten in Görlitz und Niesky unterwegs

Mehrere Personen haben sich am Montagabend in Görlitz versammelt und gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Zunächst trafen sich die Teilnehmer auf dem Postplatz, später liefen sie in Form eines Aufzuges auf den Wilhelmsplatz. Insgesamt nahmen etwa 120 Personen teil. Für beide Orte lag eine Anmeldung vor.

Am Montagabend fand eine angezeigte Versammlung auf dem Zinzendorfplatz in Niesky statt. 14 Personen nahmen an dem Aufzug teil, der wieder auf dem Zinzendorfplatz endete.

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