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Polizei verfolgt Zigarettenschmuggler

Die Beamten wollten den 31-Jährige auf der B 115 kontrollieren. Doch dann trat er aufs Gaspedal.

Ford Galaxy nach dem Stopp
Ford Galaxy nach dem Stopp ©  Bundespolizei

Nach einer Verfolgungsjagd haben Ludwigsdorfer Bundespolizisten am Mittwochnachmittag einen polnischen Zigarettenschmuggler geschnappt.

Gegen 17.20 Uhr wollte eine gemeinsame Streife von Bundespolizei und Zoll auf der B 115 den 31-Jährigen in seinem Ford Galaxy kontrollieren. Das Blaulicht am Dienstfahrzeug und auch der Anhaltestab der Ordnungshüter ignorierte der Fahrer jedoch. Er gab Gas und fuhr unbeeindruckt weiter in Richtung Rietschen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Görlitz, des Zollfahndungsamtes und des Hauptzollamtes Dresden sowie der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf.

Während die Beamten dem Unbekannten auf den Fersen blieben, wendete dieser sein Fahrzeug unvermittelt und raste mit bis zu 200 km/h in Richtung Weißkeißel.
Hinzugerufene Einsatzkräfte zogen daraufhin einen Nagelgurt über die Straße.
Dabei musste sich ein Bundespolizist durch einen Sprung beiseite vor einem Aufprall mit dem Ford retten. Schließlich hatte sich durch den Einsatz des Nagelgurtes der Reifen des linken Vorderrades von der Felge gelöst.

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Offensichtlich hatte der Reifenschaden den Verdächtigen zum Stoppen gezwungen.
Ungefähr auf Höhe des Ortseinganges von Weißkeißel ließ der Mann den Galaxy ausrollen, ergriff aber noch vor dem Stillstand des Autos die Flucht. Unter einer abgesägten Kiefer konnte der polnische Bürger ergriffen werden. Seine Festnahme wollte er mit Widerstand verhindern, das gelang ihm aber nicht, er wurde zum Bundespolizeirevier nach Weißkeißel mitgenommen. In dem Minivan wurden anschließend 899 Stangen unversteuerter Zigaretten entdeckt. Ferner stellte sich heraus, dass es sich bei den angebrachten Kennzeichentafeln aus dem Landkreis Görlitz um Fälschungen handelt. Tatsächlich ist der Ford in Polen zugelassen.

Hinsichtlich der unversteuerten Zigaretten ermittelt das Zollfahndungsamt Dresden. Zudem prüft die Polizei nun unter anderem, inwiefern dem 31-Jährigen ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen vorzuwerfen ist.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz hat inzwischen ein Richter die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten angeordnet. (SZ)

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