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Wanderarbeiter: Polizei warnt vor Betrug

Die Täter trieben innerhalb der vergangenen drei Tage unter anderem in Niesky und Zittau ihr Unwesen. Jetzt ermittelt die Kripo.

Symbolfoto.
Symbolfoto. ©  dpa

Die Polizeidirektion Görlitz warnt vor betrügerischen Wanderarbeitern, die innerhalb der vergangenen drei Tage vermehrt in den Landkreisen Bautzen und Görlitz unterwegs gewesen sind. "Die Handwerker verschiedener Nationalitäten bieten Arbeiten zu vermeintlich günstigen Preisen per Handschlagvertrag für Dienstleistungen in Haus-, Hof- und Garten an", teilt Polizeisprecherin Franziska Schulenburg mit.

Dabei wenden sie auffällige Tricks an. Sie bieten Dienstleistungen günstig an, mitunter gegen Vorkasse zur Materialbeschaffung. Die Arbeiten werden oft minderwertig vorgenommen, nicht beendet und es bleiben große Schäden zurück.

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Beispielsweise boten am Montag vier polnische Dachdecker einer Laubenbesitzerin Am Kanicht in Niesky ein neues Dach für 680 Euro an. Die Frau stimmte zu. Am Folgetag war das Dach fertiggestellt. Plötzlich verlangten die Handwerker 3.000 Euro für ihre Arbeiten. Die Nieskyerin rief die Polizei. Anschließend nahmen sie 300 Euro und verschwanden, bevor die Beamten eintrafen.

Ein angeblicher Handwerker für Steinreinigungen versuchte es am Dienstagvormittag im Zittauer Ortsteil Eichgraben. Der Grundstückseigentümer witterte schnell einen möglichen Betrug und verwies den Unbekannten seines Hauses.

Bereits am Montag sicherten mehrere rumänische Staatsbürger per mündlicher Vereinbarung einem Scheunenbesitzer in Grüngräbchen Dachdeckerarbeiten für etwa 8.000 Euro zu. Das Dach war zwar abgedeckt, doch hinterließen die Arbeiter einen Schaden von knapp 20.000 Euro an der Scheune.

In allen Fällen führen die örtlichen Kriminaldienste Ermittlungen wegen Betrugsverdachts.

"Sollten wenig seriöse Handwerker vor Ihrer Tür stehen, notieren Sie sich Name und Kennzeichen und rufen Sie die Polizei. Sofern bei Ihnen schon derartige Arbeiten begonnen und Schäden festgestellt wurden, machen Sie viele Fotos", rät Schulenburg. Das biete der Polizei eine Grundlage für die weiteren Ermittlungen. Teilweise verwenden die Kolonnen Namen örtlicher Firmen. Die Polizei rät deswegen, die Dokumente genau zu prüfen.

Grundsätzlich bieten seriöse Firmen ihre Arbeit regelmäßig nicht durch „Klingelputzen“ an. Bürger sollten deswegen bei reisenden Pflasterkolonnen, Dachdeckern, Reinigungsfirmen, Stromablesern, Telefonanbietern oder Ähnlichem lieber etwas mehr Vorsicht walten lassen.

Mazda-Fahrer fährt Frau an Zapfsäule an

Ein polnischer Mazda-Fahrer ist am Mittwochabend auf der Rastanlage Oberlausitz an der A 4 mehrmals gegen das Bein einer 31-Jährigen gefahren. Offenbar wollte sich der 54-Jährige auf diese Weise Zugriff zur Zapfsäule einer dortigen Tankstelle verschaffen. Die Geschädigte blieb laut Polizei unverletzt. Autobahnpolizisten kamen hinzu und erstatteten Strafanzeige gegen den Mann. (SZ)

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