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Sachsen gibt Millionen für Görlitzer Schulsanierung

Seit Monaten wartete Görlitz auf eine Fördermittelzusage aus Dresden. Jetzt kam der Brief an. Die Gelder zu bekommen, war nicht so einfach.

Die Grundschule im Görlitzer Stadtteil Königshufen braucht dringend eine Sanierung.
Die Grundschule im Görlitzer Stadtteil Königshufen braucht dringend eine Sanierung. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Bei allen finanziellen Problemen der Stadt, es gibt auch gute Nachrichten für Görlitz.

So teilte Oberbürgermeister Octavian Ursu den Stadträten jetzt mit, dass das Kultusministerium einen Fördermittelbescheid über mehr als drei Millionen Euro für die weitere Sanierung der Grundschule in Königshufen übermittelt hat. Schon in der Juli-Stadtratssitzung, informierte er, sollen die Stadträte den weiteren Baubeschluss treffen.

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Auf diese Nachricht hatte die Stadt seit dem Frühjahr gewartet und gehofft. Je länger sich die Fördermittelzusage hinauszögerte, umso größer schien die Gefahr, dass die Bauarbeiten in der Grundschule gestoppt werden müssten und der ehrgeizige Terminplan für die zweijährigen Bauarbeiten in der Schule nicht mehr eingehalten werden könnte. Doch auch das Kultusministerium musste erst den Haushaltsbeschluss im Landtag abwarten. Zudem, so hieß es aus dem Görlitzer Rathaus, sei es nicht leicht gewesen, das Ministerium zu dem Millionenbetrag zu bewegen. Denn die Anträge auf Fördergelder für Schulsanierungen übersteigen bei Weitem die Beträge, die zur Verfügung stehen.

Nun sind aber die Voraussetzungen gegeben, dass die Sanierung von rund sechs Millionen Euro bis Mitte nächsten Jahres auch über die Bühne gehen kann. 2,4 Millionen Euro stemmt die Stadt aus eigenen Geldern.

Schon seit vergangenem Jahr sind die Handwerker in dem Plattenbau aus DDR-Zeiten tätig. Da geht es darum, die Schule für die nächsten Jahre brandschutztechnisch sicher zu gestalten. Die Elektrik wird erneuert, Brandschutztüren werden eingebaut. Mit der Sanierung erhält die Schule nun auch neue Fußböden, eine neue Heizung, Wärmedämmung und eine sanierte Fassade.

Die Königshufener Grundschüler lernen schon seit dem Vorjahr in einem Ausweichquartier. In der Woche werden sie täglich zur DPFA-Regenbogenschule auf der Friedrich-Engels-Straße nach Weinhübel mit Bussen gefahren, um das Pendeln zu erleichtern. Über dieses Ausweichquartier gab es viele Diskussionen, aber jetzt scheint sich alles doch zum Guten zu entwickeln. (mit SZ/gla)

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