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Das Bangen um die Görlitzer Stadthalle geht weiter

Noch stehen wichtige Details für die Sanierung nicht fest. Deswegen verzögern sich Beratungen im Stadtrat. Derweil ist die Halle zum Denkmaltag an diesem Sonntag geöffnet.

Zuletzt bildete die Görlitzer Stadthalle für die Oper "Evita" beim Sommertheater des Theaters die Kulisse.
Zuletzt bildete die Görlitzer Stadthalle für die Oper "Evita" beim Sommertheater des Theaters die Kulisse. © Martin Schneider

Befürworter wie Gegner der geplanten Stadthallensanierung haben mit Spannung auf den September gewartet.

Dann sollte es mehr Klarheit über Investitions- und Betriebskosten bei der Stadthalle geben. Vor allem sollte der Stadtrat die Ergebnisse der Planungsstufe 3 beschließen, mit der dann auch die in Aussicht gestellten 36 Millionen Euro an Fördergeldern bei Bund und Land beantragt werden können.

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Doch wie die SZ aus dem Görlitzer Rathaus erfuhr, ist es noch nicht so weit. Die Prüfung beim Finanzamt läuft noch, wie die Fördergelder bewertet werden - ob als eine Netto- oder eine Bruttoförderung. Davon hängt ab, welchen Spielraum die Stadt bei der Investitionssumme hat. Zuletzt waren die Kosten auf über 40 Millionen Euro berechnet worden. Es ist daher eher unwahrscheinlich, dass der Stadtrat noch im September über die Sanierung der Stadthalle endgültig beschließen wird.

Großes Programm zum Denkmaltag

Trotz der latent weiter schwelenden Ungewissheit öffnen Stadt und Förderverein am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals die Stadthalle. Der Große Saal ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Und es gibt verschiedene Programmpunkte. So tritt um 10 Uhr der Lehrerchor auf, um 12.30 Uhr das Jugendblasorchester, um 14 Uhr der Posaunenchor der Frauenkirche. 16 Uhr singt und spielt Doreen Kusebauch auf der Gitarre, zur selben Zeit beginnen Führungen durch die Stadthalle und schließlich werden ab 17 Uhr jeweils im Stundenabstand die Organisten Reinhard Seeliger, Denny Wilke und Thomas Seyda Orgelkonzerte im Rahmen des Lausitzfestivals geben.

Den Denkmalstag nutzt die Stadthallen-Stiftung zudem, um ihre Spendenaktion zur Wiederherstellung der Engelsfiguren entlang der Brüstung des 1. Rangs in der Stadthalle fortzusetzen.

SPD erinnert an ihren Parteitag vor 100 Jahren in der Stadthalle

Die Stadthalle wird auch eine knappe Woche später im Mittelpunkt stehen. Denn die SPD erinnert mit einer Festveranstaltung am 17. September an ihren Reichsparteitag vor 100 Jahren, wo vor allem die Rolle der Frauen in der Gesellschaft thematisiert wurden. Aus diesem Anlass werden auch Klara Geywitz, die mit Olaf Scholz SPD-Parteivorsitzende werden wollte, der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu sowie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidenten Malu Dreyer per Video Grußworte sprechen.

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