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Wofür Gemeinden Geld ausgeben wollen

Bei den Investitionen im Görlitzer Umland stehen Schulen und Kitas im Fokus. Vieles ist von Fördermitteln abhängig.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: dpa/Sebastian Kahnert

„Bei den Investitionen ist es für uns sehr überschaubar“, sagt Markersdorfs Bürgermeister Thomas Knack. Das klingt bescheiden. Denn die Gemeinde stemmt ein großes Vorhaben, von dem die Jüngsten profitieren: Im Ortsteil Friedersdorf wird ein Kinderkrippen-Ersatzneubau gemacht. Die Gesamtkosten dafür betragen rund 1,6 Millionen Euro. Markersdorf steuert mit einer Million Euro einen hohen Eigenanteil bei. Geplant ist, dass bis Ende Juni nächsten Jahres die neue Kinderkrippe fertig gestellt ist.

Außerdem werden etwa 200.000 Euro in den Straßenbau gesteckt. Bei der Zahnarztpraxis Rupprich wird die Straße saniert. Reparaturen und Instandhaltungen sind beispielsweise für die Bushäuser im Gewerbegebiet mit seinen Firmen geplant. Die im Gewerbegebiet Markersdorf ansässigen Firmen sorgen ebenso wie die vielen kleinen Handwerkerbetriebe dafür, dass Steuereinnahmen fließen und damit auch in Neues investiert werden kann.

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Reichenbach will sich an Straßenbauprojekten mit dem Landkreis und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr beteiligen. Voraussetzung dafür jedoch ist, dass Fördermittel fließen. Nach Angaben von Bürgermeisterin Carina Dittrich stünden die aktuell infrage. Klappt das jedoch, sind die Gelder für einen Brücken- und Gehwegebau in Sohland vorgesehen sowie am Bahnübergang Reichenbach ein Gehwegebau und eine Straßenbaumaßnahme an der S111. Das Rathaus bekommt eine neue Telefonlage.

Reichenbach will Funball-Anlage erneuern

Grund- und Oberschule sollen mit weiterer Technik zum Digitalpakt ausgestattet werden. Für die Grundschule sind weitere Digitaltafeln geplant. Einige Klassenräume haben bereits diese moderne Technik. Die Oberschule hat noch keine Digitaltafeln. Ob da welche geplant sind, steht nicht fest.

Reichenbach will außerdem die Funball-Anlage vom Freibad erneuern. Die ist aufgrund ihres baulichen Zustands gesperrt. Die Eigenmittel für die rund 100.000 Euro-Investition sind überschaubar: Etwa 16.600 Euro zahlt die Stadt, weil eine 80-prozentige Förderung greift und das Bad als gewerblicher Betrieb die Vorsteuer abziehen kann. In Zoblitz soll ein zweiter Bauabschnitt für einen Eigenheimstandort erschlossen werden. Hochwassermaßnahmen sind für das Mengelsdorfer Wasser und den Schwarzen Schöps in Sohland angedacht. Was davon umsetzbar ist, hängt von Fördermitteln und Stadtratsbeschlüssen ab.

Das gilt auch für das Schöpstal. Auch da müssen zur Realisierung der Projekte Fördermittelzusagen stehen. In ihren Doppelhaushalt nimmt die Gemeinde den Spielplatzbau für die Kita Girbigsdorf auf. 165.000 Euro sind das. Für die Kita in Kunnersdorf ist ein Lüftungssystem geplant. Straßenreparaturen, die Anschaffung von Bauhoftechnik, die Modernisierung der Straßenbeleuchtung, eine Regenwasserleitung für den Lärchenweg und der Bau einer Lagerhalle für den Bauhof stehen auf der Vorhabenliste.

Schulscheune in Kunnersdorf soll saniert werden

„Abschließen wollen wir den Digitalpakt für die Grundschule Ebersbach“, sagt Bürgermeister Bernd Kalkbrenner. Da geht es um rund 108.000 Euro. Im Rahmen des Schulinvest-Programms sind 364.000 Euro für neue Spielgeräte für den Hort, eine Lüftung, die Gestaltung der Außenanlagen am Sportplatz, neue Fenster und einen Anbau eingeplant. Die Schulscheune am Kirchplatz in Kunnersdorf soll saniert und für die Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug angeschafft werden.

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