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Görlitz

Bundespolizei schiebt Schwarzarbeiter ab

Die Beamten erwischten die Männer bei Kontrollen an der A4 bei Görlitz. Mal waren deren Pässe nicht gültig, mal verstrickten sie sich in Widersprüche.

Symbolbild
Symbolbild © Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)

Ludwigsdorfer Bundespolizisten haben am vergangenen Wochenende bei Kontrollen an der A4 drei Serben, vier Moldauer, zwei Ukrainer und einen Kongolesen dabei erwischt, wie sie illegal nach Deutschland einreisen wollten.

Wie Bundespolizei-Sprecherin Ivonne Höppner mitteilt, entdeckten die Beamten die drei serbischen Staatsangehörigen im Alter von 24, 27 und 31 in einem Auto mit slowenischer Zulassung an der Anschlussstelle Kodersdorf. Zur Kontrolle wiesen sich die Männer mit ihren gültigen serbischen Reisepässen aus. Der 31-jährige Fahrer erklärte auf Nachfrage, dass sie zu "work in Germany" (zur Arbeit in Deutschland) wollten. Eine hierfür erforderliche Genehmigung konnten die Männer nicht vorlegen. Zur Sicherung der Strafverfahren wurden 500 Euro Sicherheitsleistungen erhoben.

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Bei der Kontrolle eines Reisebusses am Parkplatz Wiesaer Forst stellten die Beamten bei einem 25-jährigen Kongolesen fest, dass sein Reisepass abgelaufen war. Einen gültigen Pass konnte der Mann nicht vorweisen.

Für zwei Ukrainer war die Reise ebenfalls kurz nach der Einreise zu Ende. So wurde bei dem 28-Jährigen festgestellt, dass sein Visum seit knapp einem Monat abgelaufen war. Der 39-jährige Ukrainer hingegen hatte seine zulässigen Aufenthaltstage um 129 Tage überschritten.

Kurz nach Mitternacht wurde am Montag an der Anschlussstelle Nieder Seifersdorf ein Ford Transit mit deutscher Zulassung angehalten und kontrolliert. Insassen waren vier Moldauer, die sich mit ihren gültigen Reisepässen auswiesen. Damit dürften sie grundsätzlich für 90 Tage ohne Visum in das Gebiet der Schengener Staaten einreisen.

Doch die Bundespolizisten prüften den Fall und erkannten den Männern schließlich das Reiserecht ab. "Wesentlicher Grund für diese Entscheidung waren zunächst widersprüchliche Angaben zu Reiseziel und Reisezweck", so Höppner.

Mittlerweile wurden alle zehn Männer nach Polen abgeschoben. (SZ)

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