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Spiele Max bleibt in Görlitz

Das Spielwaren-Unternehmen gilt als finanziell angeschlagen, zuletzt haben mehrere Filialen geschlossen. Doch für Görlitz gibt es Entwarnung.

Die Spiele-Max-Filiale in Görlitz bleibt erhalten.
Die Spiele-Max-Filiale in Görlitz bleibt erhalten. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Freital, Schwerin, Mainz, Lingen, Wolfsburg. Zahlreiche Filialen der Spielwaren-Kette mussten in den vergangenen Wochen und Monaten schließen.

Görlitz wird das aber nicht treffen. "Unsere Spiele-Max-Filiale in Görlitz bleibt weiterhin für unsere Kunden geöffnet", teilt Anja Behrens von der Zentrale des Unternehmens in Berlin auf SZ-Nachfrage mit, "es ist keine Schließung der Filiale vorgesehen".

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Sorgen um die Görlitzer Filiale waren aufgekommen, weil Kunden offenbar keine Gutscheine mehr kaufen können. Erfahrungen, die etwa auch eine Magdeburger Familie machte, über die die Regionalzeitung "Magdeburger Volksstimme" berichtete. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens erzählten Kunden, sie hätten Gutscheine auch nicht einlösen können.

An die Görlitzer Verbraucherzentrale hat sich mit diesem Problem noch niemand gewandt. Spiele Max steht seit vorigem Dezember unter einem Schutzschirmverfahren. Damit könnten die Schwierigkeiten bei den Gutscheinen wahrscheinlich zu tun haben, erklärt Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen. Befindet sich ein Unternehmen ein einem Insolvenzverfahren, auch wenn es sich dabei um ein Schutzschirmverfahren handelt, werden in der Regel keine Gutscheine mehr verkauft.

Zahlreiche Filialen dicht

Wie die "Volksstimme" schreibt, habe sich das Unternehmen aus Kulanzgründen entschieden, dass man einen Gutschein als eine Art Treuerabatt einsetzen kann. Allerdings, um ihn einlösen zu können, muss deutlich mehr als der Wert des Gutscheines eingekauft werden. Man kann den Wert seines Gutscheines auch über den Insolvenzverwalter für die sogenannte Insolvenztabelle des Unternehmens anmelden, sagt Beate Saupe. Allerdings werde man dann leider nicht viel zurückbekommen, höchstens einen Bruchteil des Gutschein-Wertes.

Das Unternehmen hat deutschlandweit rund 70 Filialen und über 600 Mitarbeiter. Bereits seit Jahren sorgt bei Fachmärkten, nicht nur bei Spielwaren, der Online-Handel für geringere Umsätze. Bei Spiele Max soll dazu kommen, dass das Unternehmen, ansässig in Berlin, in den westdeutschen Bundesländern nie den gleichen Status und die Bekanntheit erlangte wie in der Berliner Region.

Eine Entwicklung, die die Corona-Krise mit den Geschäftsschließungen über Wochen hinweg verschärfte, Oster- und Weihnachtsgeschäft waren voriges Jahr stark eingeschränkt. Seit vorigem Winter befindet sich Spiele Max in einem Schutzschirm-Verfahren, um die Folgen der Corona-Krise zu verkraften.

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