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Görlitz

Es geht doch nur um Fußball!

SZ-Mitarbeiter Frank Thümmler zur Schlammschlacht bei Gelb-Weiß Görlitz

© Robert Michael

Dass sich Ehrenamtler, die nach eigener Aussage alle nur das Beste für den Görlitzer Fußball wollen, derart verhaken, dass sie sich bis vor das Gericht bekriegen, ist nicht nachvollziehbar. Auf der einen Seite Harald Twupack, der den Vereinsvorsitz 2016 in einer schwierigen Situation übernahm und mit (wohl zu) viel persönlichem Einsatz versucht hat, den Laden am Laufen zu halten. Mit zunehmender Zeit war er damit offensichtlich überfordert, gab aber kaum Verantwortung ab, zog sich ganz im Gegenteil immer mehr auf den Tisch und vergraulte mögliche Mitstreiter. Die persönlich schwierige Situation mit Schicksalsschlägen in der Familie und die eigene Firma kommen hinzu.

Auf der anderen Seite müssen sich Präsident Carsten Liebig und viele seiner heutigen Mitstreiter vorwerfen lassen, nicht zeitiger eingegriffen zu haben, helfend oder fordernd. Sondern über vier Jahre zugeschaut zu haben. Natürlich waren Schock und Frust über die fast fünfjährigen staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen letztlich haltloser Vorwürfe groß, aber das kann keine Entschuldigung sein. Am Ende ist die Situation im Verein eskaliert.

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Twupack sollte sich zurückziehen

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Was ist die Lösung? Der neu gewählte Vorstand macht einen motivierten Eindruck. Alle wollen gemeinsam an einem Strang ziehen. Und Nachwuchsleiter Clemens Simon hat ein Konzept skizziert, das die Nachwuchsausbildung und die Transformation bis in den Männerbereich vorsieht. Dieses Konzept dürfte auch Harald Twupack (dem es vorliegt) gefallen, der sich bis heute dagegen wehrt, dass das alte System mit vielen Fußballsöldnern zurückkehrt. Wenn es aber allen, auch Harald Twupack, nur um das Wohl des Fußballs geht, wäre es jetzt Zeit für ihn, die Unregelmäßigkeiten aufzuklären und/oder zu bereinigen, sich zurückzuziehen und den neuen Vorstand arbeiten zu lassen. Denn Görlitz hat weiterhin leitungsorientierten Fußball verdient – vom Nachwuchs bis zum Männerbereich.

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