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Nach Sturm "Ignatz": Görlitzer Straßenbahn fährt wieder

Seit Freitagvormittag fahren die Bahnen wieder durchgängig ohne Schienenersatzverkehr. Die Görlitzer Feuerwehren hatten insgesamt 22 Einsätze.

Von Gabriela Lachnit
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Auf der Elisabethstraße in Görlitz hielten diese Bäume dem starken Wind nicht stand.
Auf der Elisabethstraße in Görlitz hielten diese Bäume dem starken Wind nicht stand. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Seit Freitag 10.30 Uhr fährt die Görlitzer Straßenbahn wieder normal. Sturm "Ignatz" hatte am Donnerstag am Grünen Graben in Görlitz für einen Stopp der Bahn gesorgt. Ursache dafür waren herabfallende Dachziegel, die mehrere Fahrzeuge beschädigt hatten. Personen kamen nicht zu Schaden.

Einsätze mit Drehleiter und Rüstwagen

Wegen der Sperrung fuhren die Bahnen der Linien 1 und 2 von Weinhübel beziehungsweise von Biesnitz nur bis zum Demianiplatz, wo die Fahrgäste ausstiegen. Danach mussten die Bahnen wenden. Vom Demianiplatz gab es nach Königshufen Schienenersatzverkehr mit Bussen.

Am Freitagmorgen wurde das sanierungsbedürftige, leerstehende Gebäude, von dem die Dachziegel abfielen, besichtigt. Danach wurde die Freigabe des Straßenbahnverkehrs festgelegt. Der Eigentümer des Gebäudes wird zur Sicherung des Hauses aufgefordert. "Bis zur Herstellung eines sicheren Zustandes bleibt im Umfeld des Gebäudes eine Sperrung von Fußweg und Teilen der Fahrbahn erforderlich", informiert Hartmut Wilke vom Amt für Stadtentwicklung.

Der Sturm mit Böen der Stufen 3 und 4 hatte in Görlitz und dem Umland dafür gesorgt, dass die Feuerwehr unentwegt im Einsatz war. Bei der Feuerwehr Görlitz gingen 22 Einsatzaufträge ein. Insgesamt wurden 16 Bäume und Baumteile von der Straße geräumt. "Diese Einsätze dauerten teilweise recht lange, da Bahnstrecken gesperrt werden oder die Drehleiter sowie der Rüstwagen hinzugezogen werden mussten", informiert die Berufsfeuerwehr. Der Rüstwagen führt Geräte und Hilfsmittel für technische Hilfeleistungen mit, darunter Sägen und Seilwinden. 54 Kameraden der Berufsfeuerwehr und von freiwilligen Ortswehren aus Stadtmitte, Hagenwerder, Ludwigsdorf, Klingewalde und Kunnerwitz waren mit elf Fahrzeugen im Einsatz.