merken
PLUS Görlitz

Sturm bringt Heilige Familie durcheinander

Die Feuerwehr ist am Sonntag in Görlitz wegen umgestürzter Bäume ausgerückt. Nahe dem Bahnhof lässt der Sturm eine Weihnachtskrippe zusammenbrechen.

Nach dem Christkindelmarkt zieht die Krippe normalerweise in den Bahnhof um. Dieses Jahr stand sie vor dem Bahnhof. Bis zum Sturm.
Nach dem Christkindelmarkt zieht die Krippe normalerweise in den Bahnhof um. Dieses Jahr stand sie vor dem Bahnhof. Bis zum Sturm. © Archiv: Pawel Sosnowski

Der Sonntag begann nicht schön für Gabi Kretschmer von der Pfarrei „Heiliger Wenzel“. Am Vormittag ging sie auf dem Rückweg von der Kirche die Berliner Straße hinauf zur Dialogkrippe, um die sie und ein Team sich jedes Jahr kümmern. Die Krippe steht sonst auf dem Christkindelmarkt neben der Bühne. Dieses Jahr wurde sie zur Wanderkrippe, stand zuletzt an der oberen Berliner Straße. Aber gegen den Sturm kam sie nicht an.

Am Sonntagvormittag war der Umbau der Krippe zusammengebrochen, Figuren lagen umher.Es ist nicht der einzige Schaden, den Ausläufer des Sturmtiefs Hermine in Görlitz hinterlassen haben. Die Görlitzer Feuerwehr musste am Sonntag zweimal ausrücken. In beiden Fällen ging es um umgestürzte Bäume, sagt Wachabteilungsleiter Remo Kölzsch. Zum eine musste die Biesnitzer Straße freigeräumt werden, weil ein Baum auf die Straße gestürzt war. Der zweite Einsatz war Am Dachziegelwerk nahe dem Hornbach-Markt.

Anzeige
Sachsen krempelt die #ärmelhoch
Sachsen krempelt die #ärmelhoch

Die Corona-Schutzimpfung ist gestartet. Zunächst allerdings nur für Menschen, die zur Gruppe der höchsten Priorität gehören.

Ein Fall für viele helfende Hände war auch die Weihnachtskrippe an der oberen Berliner Straße. Das war das einzig Gute an dem Sturmschaden, sagt Gabi Kretschmer: "Man hat gemerkt, es ist Solidarität da". Mitarbeiter vom Kulturservice und dem Betriebshof kamen, um zu helfen. "Es war so eisig kalt geworden. Trotzdem haben sich Viele mit uns beim Aufräumen die Finger fast abgefroren."

Die Krippe gehörte dieses Jahr mit zum Projekt "Licht und Lächeln", das die Weihnachtsbotschaft in die Stadtteile bringen soll. Die Weihnachtskrippe hatte vor der Berliner Straße schon andere Görlitzer Orte gesehen. Zuerst stand sie an der Lindenapotheke in Rauschwalde, dann an der Endhaltestelle Weihnhübel, beim DRK in Königshufen und am Postplatz vor dem Gericht. "Ziel war, die Krippe zu den Menschen zu bringen, wenn es andersrum dieses Jahr nicht geht", erzählt Gabi Kretschmer. Zu jedem Adventssonntag war ein kleines Bläserkonzert geplant, möglich war es aber aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Lage und den verschärften Regelungen nur am ersten Advent.

Letzte Station war am Bahnhof, am oberen Ende der Berliner Straße. Bis zum 6. Januar sollte sie dort zu sehen sein. Schon in den vergangene Tagen sei aufgefallen, dass das ein recht zugiger Ort ist. "Wir sind immer wieder kontrollieren gegangen und hatten den Umbau fester gezurrt." Aber am Sonntagvormittag war alles zusammengebrochen. Die Figuren haben wohl keinen Schaden davongetragen. Der Umbau der Krippe muss aber komplett erneuert werden. Und die Krippe selbst musste jetzt vorzeitig in ihr Sommerquartier.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz