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"Kleine Emma" öffnet in Hagenwerder

Mit dem Lebensmittelladen in dem Görlitzer Ortsteil gibt es hier endlich wieder ein Geschäft. Es bleibt aber das einzige.

Sabine Fritzsche eröffnet mit "Kleine Emma" einen kleinen Supermarkt im Bahnhof von Hagenwerder. Es ist das einzige Geschäft in dem Görlitzer Ortsteil.
Sabine Fritzsche eröffnet mit "Kleine Emma" einen kleinen Supermarkt im Bahnhof von Hagenwerder. Es ist das einzige Geschäft in dem Görlitzer Ortsteil. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Der Görlitzer Ortsteil Hagenwerder hat wieder ein Geschäft. An diesem Dienstag eröffnet Sabine Fritzsche einen Lebensmittelladen im alten Bahnhof direkt an der B 99. "Kleine Emma" heißt er.

"Seit in der Ladenstraße alle Verkaufsstellen geschlossen sind, gab es hier in Hagenwerder gar keinen Laden mehr", sagt Frau Fritzsche. Das ist jetzt durch ihr Engagement anders.

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Öffnungszeit mit Mittagspause

Außer am Sonntag und Montag ist die "Kleine Emma" täglich von 8.30 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Sonnabend können die Kunden zwischen 8.30 Uhr und 12 Uhr einkaufen. Im Angebot sind Waren des täglichen Bedarfs, darunter Drogerie- und Hygieneartikel, Milch, Mehl, Zucker, ein Wurst- und Käsesortiment, Getränke mit und ohne Alkohol, Tiefkühlkost. Auch frisches Obst und Gemüse von Produzenten aus der Region werden verkauft.

Sabine Fritzsche stellte für die "Kleine Emma" eine Mitarbeiterin mit Verkaufserfahrung ein. Von der Arbeitsagentur bekommt sie dafür Unterstützung. Ist Hilfe nötig, springt Sabine Fritzsches Tochter mit ein. Sie selbst wird zunächst ebenfalls mit aushelfen können. Denn die Gaststätte im alten Bahnhof Hagenwerder ist coronabedingt noch geschlossen. Hier ist Sabine Fritzsche die Wirtin.

Laden für Einheimische und Radler

Seit etwa einem Jahr hegte Sabine Fritzsche den Gedanken, im alten Bahnhof einen kleinen Lebensmittelladen einzurichten. Denn nach und nach schlossen alle Geschäfte in Hagenwerder. Einwohner müssen in Görlitz oder Ostritz einkaufen. Vor allem für ältere Menschen in Hagenwerder dürfte die "Kleine Emma" nun eine gute Alternative sein.

Auch Radfahrer, die den Oder-Neiße-Radweg nutzen oder zum Baden an den Berzdorfer See radeln, sind bei Sabine Fritzsche nicht nur in der Gaststätte "Zum alten Bahnhof" - er ist coronabedingt noch zu - , sondern auch im Laden willkommen. Das Sortiment ist für diese Personengruppe und auch auf Single-Haushalte ausgerichtet. Viele Waren gibt es in kleinen Abpackungen.

Familie half beim Streichen und Einräumen

Vor etwa zwei Monaten startete Sabine Fritzsche ihr Vorhaben. Die Familie half beim Ausräumen und Streichen der beiden Räume. Frau Fritzsche investierte unter anderem in neue Regale für die Warenpräsentation, in Tiefkühltruhen, eine Kasse. Demnächst wird noch mehr Werbung außen angebracht: über dem Laden und an der alten Bergbau-Lore, die vor dem Bahnhof steht.

Jetzt ist Sabine Fritzsche gespannt, wie ihre "Kleine Emma" angenommen wird. "Vielleicht hält auch der eine oder andere Autofahrer auf dem Weg von der Arbeit nach Hause an", hofft die engagierte Frau.

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