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Telefonbetrug: Falscher Staatsanwalt fordert Geld

Ein tödlicher Unfall, 50.000 Euro Kaution - mit der erfundenen Geschichte sollte eine Nieskyerin um ihr Geld gebracht werden. In Bautzen gab es einen ähnlichen Fall.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Am Dienstag sind unbekannte Betrüger im Bereich der Polizeidirektion Görlitz am Werk gewesen. In knapp 20 Fällen innerhalb weniger Stunden versuchten die Täter am Dienstag, Bürger mit Telefonanrufen um ihr Erspartes zu bringen. Auch am Mittwoch gingen bereits etliche Anzeigen ein.

Das Festnetztelefon einer 55-Jährigen aus Niesky klingelte am Dienstagvormittag. "Eine Frau gab sich als Tochter der Angerufenen aus und erklärte weinerlich, dass sie Hilfe benötige", teilt Polizeisprecherin Franziska Schulenburg mit. Dann übernahm eine angebliche Polizistin und erklärte, dass ihre Tochter einen Unfall verursacht habe, bei dem ein Mann aus Polen gestorben sei. Daraufhin meldete sich ein vermeintlicher Staatsanwalt und forderte für die Freilassung der Tochter eine Kaution. Man einigte sich auf 50.000 Euro, welche in Wrocław übergeben werden sollten. Die Nieskyerin fuhr los. Dabei telefonierte sie fortwährend mit dem falschen Staatsanwalt, welcher sie unter Druck setzte, um Zweifel auszuräumen. Während der Fahrt überwog die Skepsis und die Frau brach ihr Vorhaben ab. Sie informierte die Polizei.

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Ein 63-Jähriger aus Bautzen erhielt mittags einen Anruf. Demnach habe er 38.500 Euro gewonnen. Für die Auszahlung müsse er Google Pay Karten im Wert von 500 Euro kaufen und die Aktivierungscodes übermitteln. Der Anweisung folgte der Mann. Doch die Täter hatten noch nicht genug und forderten ihn zu einem erneuten Kauf von Karten auf. Der Bautzener witterte eine Betrugsmasche und informierte die Polizei.

Die Polizei weist darauf hin, dass keine Behörde berechtigt ist, Geld über das Telefon anzufordern. Wenn Sie Geld gewonnen haben, ist es keinesfalls erforderlich, dafür eine Zahlung zu leisten. "Gehen Sie telefonisch niemals auf Geldforderungen oder die Übermittlung persönlicher Daten ein, egal, wer sich angeblich am anderen Ende der Leitung befindet. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, reden Sie mit Ihren Angehörigen und informieren Sie die Polizei" so Schulenburg. (SZ)

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