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Tierpark sucht Förderpaten

Der Görlitzer Zoo bleibt erst mal zu. Es fallen aber weiter Kosten für Strom, Futter, Licht und weiteres an. Deswegen haben die Mitarbeiter sich etwas einfallen lassen.

Für die Schneeule ist eine Futter-Patenschaft möglich
Für die Schneeule ist eine Futter-Patenschaft möglich © Tierpark Görlitz

Der Görlitzer Tierpark bleibt aufgrund des Lockdowns auch weiterhin geschlossen, muss aber weiter seine Betriebskosten decken. Diese belaufen sich auf etwa 4.400 Euro täglich, teilt Zoodirektor Sven Hammer mit. Es fallen unter anderem an: Personalkosten, Strom, Müllgebühren, Futter, Wasser- und Abwasser, Tierarzt- und Handwerkerkosten, Wartung, Service und Abgaben. Der Park erhalte zwar Geld von der Stadt Görlitz und vom Kulturraum, jedoch brechen derzeit die Eintrittsgelder weg.

Deswegen können Tierpark-Freunde nun der Einrichtung mit neuen Unterhaltspatenschaften über die besucherlose Zeit helfen. So gibt es beispielsweise Futterpatenschaften für verschiedene Parkbewohner. Denn Spezial-Futtermittel schlagen mit teils hohen Kosten zu Buche. So vertilgt das Logo-Tier des Görlitzer Tierparks, der Rote Panda, beispielsweise wöchentlich Bambus, Obst, Gemüse, Mineralstoffe sowie spezielle, auf den Nährstoffbedarf des Pandas zugeschnittene Fertigfuttermittel wie „Pandakuchen“ und Pellets im Wert von 45 Euro.

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Mit den "Lichterglanz-Patenschaften" können die Besucher künstliches ultraviolettes Licht finanzieren, auf das Terrarienbewohner und Vögel, die sich gerade im Winter nicht regelmäßig im Außenbereich aufhalten, angewiesen sind, um gesund zu bleiben. Die entsprechenden Leuchtmittel müssen regelmäßig ausgetauscht werden und schlagen mit 30 Euro je Stück zu Buche.

Die Zebramangusten können mit einer Einheiz-Patenschaft unterstützt werden.
Die Zebramangusten können mit einer Einheiz-Patenschaft unterstützt werden. © Naturschutz-Tierpark Görlitz

Auch "Einheiz-Patenschaften" sind möglich, etwa für die Zebramangusten. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Tiere liegt im warmen Afrika. Eine Wohlfühltemperatur von mindestens 15 °C im Innenhaus muss das ganze Jahr gewährleistet werden, damit sich die kleinen Raubtiere wohlfühlen. Auch wenn das neue Haus gut isoliert ist, hat der Park dort einen monatlichen Stromverbrauch von etwa 20 Euro, sagt der Tierpark-Direktor.

Da die Winter in den vergangenen Jahren bekanntlich immer wärmer wurden, die Vierzehen-Landschildkröten für die physiologisch wichtige Winterstarre jedoch Temperaturen von unter 6 °C benötigen, können sie nicht mehr wie zuvor im Keller überwintern. Die Reptilien werden nun jedes Jahr in besonders leisen und erschütterungsarmen Kühlschränken überwintert. Die Stromkosten pro Monat für diesen "Schildkröten-Kühlschrank" liegen hier bei knapp 9 Euro.

Die Terrarienbewohner freuen sich über eine Lichterglanz-Patenschaft.
Die Terrarienbewohner freuen sich über eine Lichterglanz-Patenschaft. © Naturschutz-Tierpark Görlitz

"Die Patenschaften sind auch eine witzige und einzigartige Geschenkidee gerade zu Weihnachten. Vor allem aber hilft die Übernahme ganz konkret dem Tierpark, die Kosten/Lasten auf viele Schultern zu verteilen, um so auch den aktuellen Lockdown zu überstehen", erklärt Hammer. Bereits ein kleiner Betrag helfe dabei, dass man nach der aktuellen Schließung in gewohnter Weise wieder für Freunde und Besucher da sein könne. (SZ)

Mehr Details unter www.zoo-goerlitz.de/unterhaltspate und www.zoo-goerlitz.de/futterpate

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