Görlitz
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Tibetschweine im Tierpark Görlitz schauen durchs Glas

Wegen der Aufstallpflicht für Schweine aller Art auch in Zoos baute der Tierpark neu. Jetzt war Richtfest.

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Der erste Vorstandsvorsitzende des Trägervereins vom Tierpark Görlitz, Carsten Liebig, schlägt beim Richtfest den letzten Nagel ein.
Der erste Vorstandsvorsitzende des Trägervereins vom Tierpark Görlitz, Carsten Liebig, schlägt beim Richtfest den letzten Nagel ein. © Tierpark Görlitz/Kulosa

Tibet- und Sattelschweine im Tierpark Görlitz leben seit zwei Jahren im Stall. Grund dafür ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), die unter Wildschweinen grassiert. Für Tierparkschweine wäre eine Infektion mit dem ASP-Virus tödlich. Der Tierpark reagiert.

Teilverglaster Stall ist ein Kompromiss

"Unser Anspruch ist es, die Tiere artgemäß unterzubringen, ihnen genügend Auslauf und Beschäftigung zu bieten", betont Tierpark-Direktor Dr. Sven Hammer. Deshalb sollen die Schweine vorübergehend in einen neuen, größeren Stall umziehen. Das Gebäude wurde optisch passend zum Oberlausitzer Bauernhof im Fachwerkstil gebaut.


Mit einer Vergrößerung der Stallfläche von aktuell 30 auf künftig 77 Quadratmeter und einer deutlichen Zunahme des Luftvolumens durch höhere Seitenwände soll die Lebensqualität für die Tibetschweine erhöht werden. Konzeption und Bau werden mit Spenden und in Eigenleistung durch Tierparkmitarbeiter umgesetzt.

Der neue, teilverglaste Stall ist ein Kompromiss. Der Tierpark hofft, dass die Aufstallpflicht von Schweinen in Zoos bald endet.