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Schwester will wissen, wie ihr Bruder starb

In Kodersdorf verunglückte ein 28-jähriger Fahrer eines Transporters tödlich. Die Umstände sind unklar.

Symbolbild
Symbolbild © Hendrik Schmidt/dpa

Auf der Facebookseite des jungen Mannes sind viele Kerzen angezündet. Beileidsbekundungen in der virtuellen Welt, Abschiedsgrüße. Für Familie, Freunde und Arbeitskollegen ist der Tod von ihrem geliebten Julien unfassbar. Der 28-jährige Maurer wurde am 6. November durch einen Verkehrsunfall mitten aus dem Leben gerissen.

Ein schwerer Schock und Schicksalsschlag für seine Angehörigen. Die Trauer sitzt tief. „Wir können das noch gar nicht begreifen. Wir vermissen Julien alle so sehr“, sagt seine Schwester Jean leise.

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An diesem Freitag im November fuhr Julien mit dem Transporter auf der Kreisstraße zwischen Kodersdorf und Wiesa. Seine Schwester aus Kreba-Neudorf erzählt, dass er sich zuvor mit Freunden in einer Schrauberhalle getroffen hatte. „Von da kam er nicht mehr nach Hause“, berichtet sie erschüttert.

Nach Polizeiangaben verlor der junge Mann aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und kippte um. „Der Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle“, teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit. Ermittlungen wurden eingeleitet. In diesem Zusammenhang baten die Beamten bereits vor mehr als einer Woche um Zeugenhinweise. „Jeder, der Angaben, Hinweise oder Ergänzungen als Zeuge machen kann und insbesondere der Ersthelfer mit einem Fahrrad, werden gebeten sich beim Verkehrsunfalldienst oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden“, heißt es da.

Polizeisprecher Sebastian Ulbrich sagt auf Nachfrage der SZ: „Leider hat sich nach unserem Zeugenaufruf noch niemand gemeldet. Auch der Fahrradfahrer wird noch gesucht.“

Die Schwester des Unfallopfers appelliert deshalb ebenfalls an die Öffentlichkeit und nutzt dazu das Facebook-Netzwerk: „Bitte meldet euch, wer was gesehen hat und Angaben machen kann, warum mein Bruder sterben musste“, schreibt sie. Die Frage nach dem „Warum“ treibt die Familie, die in dieser schweren Zeit besonders eng zusammenrückt, um. Dass sich offenbar noch nicht alle Zeugen bei der Polizei gemeldet haben, mache sie fassungslos, sagt Jean.

Dabei ist es für die Angehörigen so wichtig zu wissen, was passiert ist. Im Moment kann das niemand sagen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen weiter. Das bestätigt Polizeisprecher Ulbrich.

Hinweise und Zeugenaussagen nimmt der Verkehrsunfalldienst unter der Rufnummer 03591 367-0 ebenso entgegen, wie jede andere Polizeidienststelle.

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