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Trotz Prüfungsangst zum 1,0-Abschluss

Drei Schülerinnen dreier Görlitzer Oberschulen gehören zu den besten. Alle drei haben jetzt ein gemeinsames Ziel.

Paula Stolle, Sandra Walter und Florentine Münzberg eint ein gemeinsamens Ziel.
Paula Stolle, Sandra Walter und Florentine Münzberg eint ein gemeinsamens Ziel. © Bildstelle

Eine glatte 1,0. Florentine Münzberg war zwar immer eine gute Schülerin, erzählt sie, gerade in Fächern wie Biologie und Chemie.

Dass auf ihrem Abschlusszeugnis tatsächlich die Bestnote stehen würde, „da war ich doch etwa skeptisch.“ Ihren Realschulabschluss absolvierte sie an der Scultetus-Oberschule. „Ich bin einfach gerne in diese Schule gegangen“, erzählt sie. „Es lag sicherlich an den Lehrern und der Atmosphäre.“

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Aber Letztere war in den vergangenen zwei Schuljahren ganz anders. „Es war eine Umstellung, vorm Computer zu sitzen und seinen Lehrern am Bildschirm zu folgen.“ Vorteil: Die Scultetus-Oberschule war schon vor der Corona-Krise beim digitalen Lernen gut aufgestellt. „Aber zum Schluss ist es mir schwergefallen. Ich habe meine Freunde vermisst.“

Homeschooling nahm den Druck raus

Ihr Ziel: selbst Lehrerin werden, ein Lehramtsstudium. Dafür möchte Florentine Münzberg jetzt am Beruflichen Schulzentrum Görlitz das Abitur machen. Am BSZ Görlitz wird sie sicher Sandra Walter kennenlernen. Auch sie macht jetzt mit dem Abitur weiter, ebenfalls einen 1,0-Abschuss in der Tasche. Auch sie hatte damit nicht gerechnet, zumal sie Prüfungsangst hat. „Ich habe immer viel gelernt und mich reingehangen“, erzählt Sandra Walter.

Auch im Homeschooling, „ich habe zum Beispiel versucht, für die Woche vorzulernen.“ Ihre Eltern und ihr Freund halfen ihr. „Man konnte im Homeschooling aber auch besser Auszeiten nehmen, finde ich.“ Das habe für sie auch etwas Druck rausgenommen. „Früher hieß es für mich immer ‚das muss‘. Das lief letztes Jahr entspannter.“

Und auch für Paula Stolle heißt das nächste Ziel: Abitur. Mit einem 1,25-Abschluss wechselt sie von der Oberschule Rauschwalde ans BSZ. „Ich habe immer versucht, erst mal die Aufgaben zu machen, die ich kann“, und dann mit dem Schwierigeren weiterzumachen, erzählt Paula Stolle, wie sie beim Lernen zu Hause vorging. „Es war für mich relativ leicht, weil zum Beispiel die Lehrer viel Rücksicht auf uns genommen haben.“ Auch die Eltern unterstützen sie. Schwer war für sie dagegen, Mitschüler und Freunde nicht mehr regelmäßig zu sehen „Das war nicht so schön, zu manchen konnte ich auch keinen Kontakt halten.“

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