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Bootsunfall: Polizei findet Leiche in der Neiße

Am Dienstag suchte die Wasserpolizei bei Görlitz mit einem kleinen Boot nach dem Mann, der seit Sonnabend vermisst wurde. Mit traurigem Ergebnis.

An diesem Neiße-Wehr bei Deutsch Ossig ereignete sich das Unglück am Sonnabend
An diesem Neiße-Wehr bei Deutsch Ossig ereignete sich das Unglück am Sonnabend © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Die Polizei hat eine leblose Person in der Neiße bei Görlitz entdeckt. Das teilte sie am Dienstagnachmittag mit.

Noch steht die Identifizierung aus, doch liegt der Verdacht nahe, dass es sich dabei um den 34-jährigen Mann handelt, der seit einem Bootsunfall am Sonnabend vermisst wurde.

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Die Polizei hatte die Suche am Dienstag wieder aufgenommen, nachdem sie seit Sonnabend ohne Erfolg verlaufen war. Wie die Behörden gegenüber der SZ mitteilten, setzte dabei die Wasserschutzpolizei ein kleines Boot mit mobilem Echolot ein. Das scheint am Ende auch den Ausschlag gegeben zu haben.

Nach Angaben der Polizei fanden die Beamten der Wasserschutzpolizei am Dienstag, gegen 14.30 Uhr, bei einem Einsatz vom Schlauchboot aus, die leblose Person. Und zwar genau dort, wo das Unglück passiert war. Die Leiche wurde also nicht abgetrieben.

Je länger die Suche dauerte und damit das Unglück zurücklag, umso mehr musste mit einem solch traurigen Ende gerechnet werden.

Boot war am Sonnabend auf der Neiße gekentert

Am Sonnabendmittag war das Boot auf einem Wehr in Höhe Deutsch Ossig gekentert. Darin befand sich ein Pärchen. Die Frau tauchte wieder auf und wurde etwa 300 Meter weiter von Zeugen auf polnischer Seite aus dem Wasser gezogen. Rettungskräfte nahmen die 32-jährige Leichtverletzte in Polen in ihre Obhut. Der Mann blieb vermisst.

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Daraufhin kamen am Sonnabend die Wasserschutzpolizei, mehrere umliegende Feuerwehren, Beamte des Görlitzer Polizeireviers und ein Rettungs- sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Kräfte suchten alles aus der Luft, vom Ufer aus und auf dem Wasser ab. Das Boot klemmte in dem Wehr und konnte von Mitgliedern der Feuerwehr mit Hilfe eines Wasserstrahls auf die polnische Seite befördert und dort geborgen werden. Die Wasserschutzpolizei stellte das Schlauchboot sicher. Die Feuerwehr besetzte die Wehre in Weinhübel, der Obermühle und auch der Altstadtbrücke.

Doch trotz der umfangreichen Suchmaßnahmen blieb der 34-Jährige vermisst. Bis Dienstagnachmittag.

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