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ADAC warnt vor Reisewelle zu Ferienbeginn

Auf vielen Autobahnen in Sachsen und Deutschland wird es voll. Auch für die A 4 zwischen Görlitz und Bautzen erwartet der ADAC mehr Verkehr als sonst. Baustellen kommen noch hinzu.

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Dichter Verkehr wird für das kommende Wochenende auf den Autobahnen erwartet.
Dichter Verkehr wird für das kommende Wochenende auf den Autobahnen erwartet. ©  [M] dpa/Robert Michael

Am Freitag ist letzter Schultag an allen sächsischen Schulen. Anschließend starten viele Familien in die schönsten Wochen des Jahres - den wohlverdienten Urlaub.

Schon jetzt beobachtet der ADAC eine angespannte Situation auf Sachsens Hauptverkehrsrouten. Zum Ferienstartwochenende bereitet der Verein nun die Autoreisenden darauf vor, besonders viel Geduld auf der A4, A14, A17 sowie am Schkeuditzer Kreuz (A9) aufbringen zu müssen.

Denn nicht nur in Sachsen beginnen die Ferien, sondern auch in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Bremen. Aus Hamburg, Berlin, Brandenburg und der Mitte der Niederlande rollt jetzt die zweite Reisewelle. Auch der Norden der Niederlande hat schulfrei. Das macht sich in Sachsen auf den Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen bemerkbar.

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Besonders hohes Staupotenzial sieht der ADAC daher auf diesen Autobahnabschnitten, wo Baustellen bereits zu Behinderungen führen:

  • A4 in beiden Richtungen zwischen Bautzen-Ost und Kodersdorf
  • A4 in beiden Richtungen zwischen Dreieck Dresden-Nord und Dreieck Nossen
  • A4 Dresden in Richtung Chemnitz zwischen Hainichen und Chemnitz-Ost
  • A14 in beiden Richtungen zwischen Mutzschen und Döbeln-Nord
  • A17 in beiden Richtungen zwischen Heidenau und Bahretal
  • A9 / A14 Schkeuditzer Kreuz mit Sperrung der Überfahrten

Der ADAC rechnet vom frühen Nachmittag am Freitag (15. Juli) bis zum späten Sonnabendvormittag (16. Juli) mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Am Sonntag wird es auf den Straßen auch noch gut gefüllt sein, aber hier sind aufgrund des Sonntagsfahrverbots kaum LKW unterwegs. Zusätzlich greift auch das Ferienfahrverbot für LKW an Sonnabenden auf neuralgischen Routen der Bundesrepublik – in Sachsen betrifft das aber nur die A9.

Der ADAC bittet daher alle Reisende: Wer flexibel ist, sollte sich über Reisetag und Startzeit noch einmal Gedanken machen. Ein großes Hilfsmittel ist dabei das antizyklische Fahren. Dabei wird versucht, die üblichen Pendlerzeiten zu umgehen, indem man so früh oder so spät wie möglich am Tag aufbricht.

Auf diesen Strecken in Deutschland wird viel Verkehr erwartet

Bundesweit ist auf folgenden Autobahnen mit viel Verkehr zu rechnen:

  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
  • Großräume Hamburg und Berlin
  • A 1 Bremen – Lübeck
  • A 2 Hannover – Braunschweig
  • A 3 Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A 4 Kirchheimer Dreieck – Bad Hersfeld – Erfurt – Dresden
  • A 5 Karlsruhe – Basel
  • A 7 Hamburg – Flensburg
  • A 7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A 8 Stuttgart – München – Salzburg
  • A 9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A19 Dreieck Wittstock – Rostock
  • A 24 Berlin – Hamburg
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A 72 Leipzig – Chemnitz – Hof
  • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München

Staus auch im nahen Ausland möglich

Auch im nahen Ausland wälzt sich die Urlauberlawine über die Straßen. Zu den Problemstrecken zählen nach Angaben des ADAC die Tauern-, Fernpass-, Arlberg-, Rheintal-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten.

Auch der Urlaubsverkehr in Richtung Nordeuropa wird beträchtlich sein. Entlang der österreichischen Inntal-, Brenner- und Tauernautobahnen ist wegen der Sperre von Ausweichrouten mit erheblich erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. An den Grenzen der europäischen Nachbarländer sollten Wartezeiten von rund 60 Minuten eingeplant werden – für Fahrten nach Slowenien und Kroatien, Griechenland und in die Türkei deutlich mehr.

Bei der Einreise nach Deutschland sind die drei Autobahngrenzübergänge Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg –München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) besonders staugefährdet.

Zugleich bleibt die Lage an den Flughäfen schwierig, mancher Flug wird ganz gestrichen, weil das Personal fehlt. (SZ)