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Corona: Freistaat zahlt für Bus und Bahn

Den Görlitzer Verkehrsbetrieben fehlen 459.000 Euro. Die Stadt plante eine Unterstützung ein. Die ist jetzt nicht mehr nötig.

Oberbürgermeister Octavian Ursu (links) kann sich freuen: Die Stadt muss keinen zusätzlichen Zuschuss an die GVB zahlen.
Oberbürgermeister Octavian Ursu (links) kann sich freuen: Die Stadt muss keinen zusätzlichen Zuschuss an die GVB zahlen. © Nikolai Schmidt

Die Corona-Pandemie hat den Görlitzer Nahverkehr finanziell schwer getroffen. Im Frühling, als das öffentliche Leben das erste Mal zurückgefahren wurde, fehlten Passagiere. Wegen der verbreiteten Unsicherheit erholten sich die Fahrgastzahlen in den Monaten darauf nur schleppend. Zudem waren zusätzliche Ausgaben nötig, um die Hygieneauflagen zu erfüllen. Unterm Strich fehlen den Görlitzer Verkehrsbetrieben (GVB) dadurch 459.000 Euro.

Lange hieß es: Der Freistaat übernimmt einen Teil dieser Summe. Aber die Stadt richtete sich darauf ein, mindestens rund 138.000 Euro zusätzlich für Bus und Bahn aufzuwenden. Dieses Geld spart sie nun ein: Das sächsische Verkehrsministerium hat sich gemeinsam mit dem Finanzministerium auf einen 100-prozentigen Ausgleich der coronabedingten Einnahmeausfälle im ÖPNV verständigt. Darüber informiert das Verkehrsministerium.

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Von 70 auf 100 Prozent erhöht

Das sächsische Kabinett hatte sich im September zunächst darauf verständigt, in einem ersten Schritt 70 Prozent der Schäden auszugleichen. Bis 30. September konnten Unternehmen und bis zum 30. November Aufgabenträger des Nahverkehrs ihren Antrag stellen. Insgesamt liegen mittlerweile 68 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 80 Millionen Euro vor. Dabei entfallen 38 Millionen Euro auf private und öffentliche Verkehrsunternehmen. 42 Millionen Euro haben Städte, Landkreise und ÖPNV-Zweckverbände beantragt. Sie alle können sich jetzt freuen, weil der Freistaat alle Kosten übernimmt.

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