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Anwohner sorgen sich um Bahnhofstraße

Die Baustelle liegt im Zeitplan. Allerdings bleiben zahlreiche Detail-Wünsche offen. Warum das so ist.

Die untere Bahnhofstraße zwischen Brautwiesenplatz und Krölstraße ist nach wie vor eine Baustelle.
Die untere Bahnhofstraße zwischen Brautwiesenplatz und Krölstraße ist nach wie vor eine Baustelle. © André Schulze

Klaus Neuhausen* freut sich: Die Bahnhofstraße wird vor seiner Haustür ausgebaut – zwischen Brautwiesenplatz und Krölstraße. Und nach Auskunft der Stadtverwaltung liegt die Baustelle im Zeitplan. Wenn das auch weiterhin so bleibt, sind die Arbeiten am 30. November abgeschlossen.

Doch zu dem, was dann kommt, ist Neuhausen in Sorge: Wird es Elektroauto-Ladestationen, Papierkörbe und Anwohnerparkplätze geben? Wenn keine Anwohnerparkplätze eingerichtet werden, dann befürchtet Neuhausen, dass die Mitarbeiter von Landratsamt und Polizei alles zuparken, sodass die Anwohner tagsüber in die Röhre gucken werden.

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Parkregelung bleibt wie gehabt

In diesem Abschnitt der Bahnhofstraße ist zunächst keine Änderung der Parkregelung gegenüber der Zeit vor dem Baubeginn beabsichtigt, sagt Rathaussprecherin Juliane Zachmann. Anders gesagt: Erst einmal soll keine Bewohnerparkregelung eingeführt werden. Es gebe beidseitige Parkstreifen sowie einige private Stellplätze im Quartierinneren. Die Stadt wolle deshalb zunächst abwarten, wie sich die Stellplatznutzung entwickelt. „Wenn sich deutliche Benachteiligungen der Bewohner zeigen, ist ein Nachsteuern in Form einer Bewohnerprivilegierung durchaus denkbar“, verspricht Juliane Zachmann.

An Papierkörbe sei gedacht: „Neben der Hausnummer 12 ist bereits einer vorhanden, die nächsten sind am Brautwiesenplatz an der Einmündung Landeskronstraße und auf der Krölstraße gegenüber der Zufahrt zur Feuerwehr.“ Zudem sollen im neuen Brautwiesenpark auch mehrere Papierkörbe aufgestellt werden, sodass dann ausreichend Behälter zur Verfügung stehen. Der Park soll bis Ende 2021 direkt gegenüber der Häuser gebaut werden.

Es hat sich kein Betreiber gemeldet

Bei Elektroauto-Ladesäulen hingegen hat die Sprecherin eine schlechte Nachricht für Neuhausen: Geplant ist nichts, die nächste Ladesäule mit zwei Ladeplätzen ist auf dem Bahnhofsvorplatz in Betrieb. Bauamtsleiter Torsten Tschage erklärt auf Nachfrage, dass ausschließlich öffentlich nutzbare Ladesäulen vorstellbar wären – wenn sich Betreiber finden würden, die solche Säulen errichten wollen. Für die Bahnhofstraße habe die Stadt das nicht explizit ausgeschrieben – es habe sich aber auch niemand bei der Stadt mit dem Wunsch gemeldet, dort eine Säule errichten zu wollen. Sollte sich jemand melden, dann müsste geprüft werden, ob der Standort sinnvoll ist und ob der Wunsch elektrotechnisch umsetzbar ist. 

* ... Name auf Wunsch geändert

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