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Straßenbahn in Görlitz verliert Fahrgäste

Im Corona-Lockdown werden viel weniger Tickets verkauft. Doch es gibt große Schwankungen.

Während des Corona-Lockdowns fahren in Görlitz viel weniger Menschen mit der Straßenbahn als sonst.
Während des Corona-Lockdowns fahren in Görlitz viel weniger Menschen mit der Straßenbahn als sonst. © André Schulze

Die Görlitzer fahren in Corona-Zeiten deutlich weniger mit der Straßenbahn und den Stadtbussen als vorher. Das bestätigt Andreas Kolley, Bereichsleiter Marketing und Kundendienst bei den Görlitzer Verkehrsbetrieben (GVB).

„Auch wenn es zu verschiedenen Zeiten Fahrgastspitzen gibt, sind unsere Kapazitäten bei Weitem nicht ausgelastet und unsere Fahrgastzahlen liegen deutlich unter dem Niveau der vergleichbaren Monate der Vorjahre“, sagt Kolley. Das spiegele sich letztendlich auch in den Erlösen aus Fahrausweisverkäufen wider. „Dabei war die Situation im November bei laufendem Schulbetrieb noch einmal eine andere als heute“, sagt Kolley.

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Rückgang bis zu 37,4 Prozent

Konkret seien die Erlöse aus dem Fahrscheinverkauf im März 2020 im Vergleich zum März 2019 um 20,7 Prozent zurückgegangen. Im April lag der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar bei 37,4 Prozent. Hintergrund ist, dass das Corona-Zeitalter erst Mitte März begann, die erste Märzhälfte also noch normal verlief. Im April war dann nichts mehr normal.

Im Sommer erholten sich die Ticketverkäufe eher schleppend, aber mit dem zweiten Lockdown Anfang November brachen sie erneut ein. Kolley nennt für den November einen Rückgang um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zu diesem Zeitpunkt waren die Schulen noch offen. Im Dezember, als auch die Schulen schlossen, lag der Rückgang bei 30,3 Prozent.

Freistaat übernimmt die Kosten

Gut für die GVB: Das sächsische Verkehrsministerium hat sich mit dem Finanzministerium auf einen 100-prozentigen Ausgleich der coronabedingten Einnahmeausfälle im ÖPNV verständigt. Die GVB bleibt also nicht auf Verlusten sitzen.

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