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Wie soll der Verkehr in Görlitz künftig fließen?

Um diese Frage geht es bei einem Bürgerdialog am Dienstagabend im Humboldthaus. Jeder Görlitzer darf sich mit einbringen.

Von Ingo Kramer
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Der Görlitzer Obermarkt ist ein Platz der Autos. Soll er das auch künftig sein?
Der Görlitzer Obermarkt ist ein Platz der Autos. Soll er das auch künftig sein? © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Obermarkt, Demianiplatz, Jakobstraße, Hospitalstraße: Für den Görlitzer Architekten und Stadtführer Frank Vater und seine Mitstreiter in einer noch recht neuen Bürgerinitiative sind das beim Thema Verkehr in Görlitz die neuralgischen Orte.

Viermal haben sie sich zu Online-Meetings getroffen, um darüber zu diskutieren. An diesem Dienstag nun findet der erste Bürgerdialog „Mobilitätskonzept und nachhaltige Stadtentwicklung“ als Präsenzveranstaltung statt – von 17 bis 19 Uhr im Görlitzer Humboldthaus am Platz des 17. Juni. Mit Norbert Rost aus Dresden wird ein professioneller Moderator dabei sein.

„Eingeladen sind alle Görlitzer“, sagt Vater. Ihm geht es darum, die Leute zu animieren, ihren eigenen Lebensbereich mitzugestalten. Zudem hätten auch Hartmut Wilke, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, und Verkehrsplaner Jens Kunstmann Interesse an dem Termin bekundet. „Sie waren auch schon bei den Online-Meetings anwesend“, sagt Vater. Da seien immer rund 30 Besucher dabei gewesen, auch Stadträte aus verschiedenen Fraktionen – von der CDU über Grüne bis zu Linken.

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Zudem hat die Bürgerinitiative in verschiedenen Straßen den Verkehr tagelang gezählt. „Dadurch haben wir belastbare Zahlen“, sagt Vater. Auf der Südseite des Obermarktes zum Beispiel – vor der Pizzeria Capri und der Bäckerei Wittig – fahren binnen 15 Minuten – je nach Uhrzeit – zwischen 120 und 220 Fahrzeuge vorbei. Entstanden sind schon erste Zeichnungen, darunter eine, die den Obermarkt mit Bäumen zeigt: „Das ist ein Vorschlag, um Veränderungsmöglichkeiten zu zeigen.“ Nichts davon sei in Stein gemeißelt: „Wir wollen reden und gute Lösungen finden.“