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Vier Verletzte bei Wohnungsbrand in Görlitz

Insgesamt 21 Feuerwehrleute rückten am Dienstagabend zur Gersdorfstraße aus. Dort drang Rauch aus einem Küchenfenster.

Der Brand in der Küche einer Wohnung hatte sich bis auf den angrenzenden Balkon ausgebreitet, der zwischenzeitlich in Vollbrand stand.
Der Brand in der Küche einer Wohnung hatte sich bis auf den angrenzenden Balkon ausgebreitet, der zwischenzeitlich in Vollbrand stand. © LausitzNews/Niclas Bittrich

Die Berufsfeuerwehr Görlitz sowie die freiwilligen Wehren aus Klingewalde, Ludwigsdorf und Kunnerwitz sind am Dienstagabend gegen 21 Uhr zu einem Brand an der Gersdorfstraße in Görlitz ausgerückt.

Die Flammen kamen dort aus dem Küchenfenster einer Wohnung, wie Sebastian Ulbrich, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz, der SZ auf Nachfrage mitteilt. "Die Kameraden haben dann zunächst die Bewohner evakuiert und die Flammen zügig gelöscht", so Ulbrich. Vier Personen wurden leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht und eine Hausbewohnerin vor Ort mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung untersucht.

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Insgesamt waren 21 Kameraden mit sechs Löschfahrzeugen im Einsatz. Gegen 22.30 Uhr war der gesamte Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beendet. Ein Brandursachenermittler der Polizei wird am Mittwoch die Wohnung untersuchen. Die Schadenshöhe war der Polizei am Mittwochmorgen noch nicht bekannt.

Brand in Königshufen: Vier Menschen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Brand in Königshufen: Vier Menschen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. © Danilo Dittrich

Die betroffene Wohnung in der Gersdorfstraße 24 gehört zur kommunalen KommWohnen GmbH, dem größten Vermieter in Görlitz. "Die Wohnung ist unbewohnbar und muss komplett saniert werden", schildert KommWohnen- Medienreferentin Jenny Thümmler. Das Unternehmen hoffe, dass es den Mietern, die nun im Krankenhaus sind, bald wieder gutgeht.

"Die Mieter der anderen Wohnungen können bleiben, da dort keine oder nur kleinere Schäden entstanden sind", so Jenny Thümmler. Durch das Feuer und die Löscharbeiten seien Balkone beschädigt worden, natürlich vor allem auf der Seite des Brandes. "Im Keller steht Wasser", so die Medienreferentin.

Mitarbeiter von KommWohnen waren am Mittwoch den ganzen Vormittag vor Ort und konnten mit allen Mietern aus dem Haus sprechen. "In der Wohnung unter der Brandwohnung werden noch heute Trockner aufgestellt", sagte Jenny Thümmler am Mittwochnachmittag. In den nächsten Tagen soll ein Gutachter eintreffen.

Nach SZ-Informationen erhöhte sich die Zahl der Verletzten am Mittwoch auf fünf. Es soll sich bei den Verletzten um drei Männer und zwei Frauen im Alter von 26 bis 79 Jahren handeln. Über die Höhe des Schadens an dem Plattenbaublock wurde bisher noch nichts bekannt.

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