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Vogelhaus aus Baumstumpf geschnitzt

Ein Ahorn an einer Kreuzung in Meuselwitz musste weg. Ein Mitarbeiter der Stadt Reichenbach ließ daraufhin seiner Kreativität freien Lauf.

Das Vogelhaus befindet sich am Ortsausgang Meuselwitz Richtung Krobnitz.
Das Vogelhaus befindet sich am Ortsausgang Meuselwitz Richtung Krobnitz. © Constanze Junghanß

Der Eschenblättrige Ahorn musste der Kettensäge weichen. „Der etwa 40 Jahre alte Baum hatte starken Pilzbefall“, sagt Ortsvorsteher Paul-Gerhard Thiele. Deshalb wurde der Ahorn an der Kreuzung Hauptstraße – Am Sportplatz gegenüber der Bushaltestelle gefällt. Der „Baumstumpf“ in Meuselwitz ist mittlerweile zum Hingucker geworden. „Immer wieder kommen da nun die Leute und staunen“, berichtet Paul-Gerhard Thiele. Die Kettensäge wurde nicht einfach schnöde angesetzt, sondern der Stumpf ist zum Blickfang und Pilgerort für gefiederte Gäste geworden.

Statt einem glatten Schnitt ist ein Vogelhaus aus dem Stammrest geschnitzt. Den genauen Namen des unbekannten Künstlers weiß der Ortsvorsteher nicht, erzählt jedoch, dass die Baumfällung vonseiten der Stadt Reichenbach beauftragt worden sei und einer der Arbeiter seiner Kreativität freien Lauf gelassen habe. Vonseiten der Stadtverwaltung wird das bestätigt. „Einer unserer technischen Mitarbeiter hat das Vogelhaus in seiner Freizeit aus dem Baumstamm so gesägt“, sagt eine Angestellte der Stadtverwaltung und betont, dass das nicht während der Arbeitszeit passierte.

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Mittlerweile gibt es sogar eine Beleuchtung am Häuschen.
Mittlerweile gibt es sogar eine Beleuchtung am Häuschen. © Constanze Junghanß

Einwohner bestückten das Ahorn-Vogelhäuschen bereits mit Vogelfutter und Körnerbällen. „Kurze Zeit später hat ein ebenfalls Unbekannter noch eine weihnachtliche Lichterkette angebracht“, erzählt der Ortsvorsteher. So oder so käme die Baumfällung der besonderen Art sehr gut an bei den Einheimischen. „Es haben sich bei uns schon viele Bürger gemeldet, wie schön es ist, mit kleinen Dingen und kaum finanziellem Aufwand eine solche Freude ins Dorf zu holen“, sagt er. Deshalb kursiert nun in Meuselwitz die Idee, dass auch künftige Baumfällarbeiten – auf dem eigenen Grundstück oder kommunal - in dieser Form durchgeführt werden könnten. Der Anfang jedenfalls sei gemacht. „Wir sind gespannt, ob es Nachahmer gibt“, so Paul-Gerhard Thiele.

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