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Görlitz erinnert an die brutale Gewalt beim Volksaufstand

Namhafte Politiker, Schüler und Bürger erinnerten auf dem Görlitzer Postplatz an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953.

Octavian Ursu, Görlitzer Oberbürgermeister, und Evelin Mühle, Leiterin des Eigenbetriebes Städtischer Friedhof legen einen Kranz auf dem Postplatz nieder.
Octavian Ursu, Görlitzer Oberbürgermeister, und Evelin Mühle, Leiterin des Eigenbetriebes Städtischer Friedhof legen einen Kranz auf dem Postplatz nieder. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Trotz der schon am Morgen drückenden Luft fanden sich am Donnerstag zahlreiche Menschen vor dem Gerichtsgebäude auf dem Görlitzer Postplatz ein, um den Opfern des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 zu gedenken. Gekommen waren neben Landtagsabgeordneten und Görlitzer Stadträten auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, für den die Kranzniederlegung der Auftakt eines langen Tages in Görlitz war. Am Volksaufstand 1953 war auch Kretschmers Großvater in Görlitz beteiligt. Friedhofsleiterin Evelin Mühle erinnerte in ihrer Rede an die Tage im Juni 1953.

OB Octavian Ursu bei seiner Rede anlässlich des 17. Juni-Gedenkens am Postplatz.
OB Octavian Ursu bei seiner Rede anlässlich des 17. Juni-Gedenkens am Postplatz. © Paul Glaser/glaserfotografie.de
Auch einige Görlitzer Schüler und Schulleiter waren am Morgen zum Gedenken gekommen.
Auch einige Görlitzer Schüler und Schulleiter waren am Morgen zum Gedenken gekommen. © Paul Glaser/glaserfotografie.de
Landrat Bernd Lange (li.) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer legen einen Blumenkranz an der Gedenktafel zum Volksaufstand nieder.
Landrat Bernd Lange (li.) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer legen einen Blumenkranz an der Gedenktafel zum Volksaufstand nieder. © Paul Glaser/glaserfotografie.de
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Damals war auch Görlitz vom Volksaufstand unmittelbar betroffen. Es gab etliche Verhaftungen, manche kamen erst nach Jahren im Gefängnis wieder auf freien Fuß – oft psychisch schwer angeschlagen. Insgesamt waren in rund 700 Orten der DDR Hunderttausende Menschen gegen die SED-Führung auf die Straße gegangen und hatten die Rücknahme von Normerhöhungen, den Rücktritt der DDR-Regierung sowie freie und geheime Wahlen gefordert. Doch Panzer der Sowjetarmee schlugen den Protest blutig nieder. (SZ)

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