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Görlitz

Wenn 245 Sirenen auf einmal losgehen

Am Donnerstag ist Warntag. Das wird man im gesamten Landkreis Görlitz hören. In der Stadt Görlitz aber eher leise.

An diesem Donnerstag spielen die Sirenen im Landkreis eine große Rolle.
An diesem Donnerstag spielen die Sirenen im Landkreis eine große Rolle. © Brühl

Etwa 245 Sirenen gibt es im Kreis Görlitz. Ob sie noch funktionstüchtig sind, liegt in der Verantwortung der Kommunen, erklärt Landkreissprecherin Franziska Glaubitz. Die Sirenen jedenfalls, die funktionieren, werden am Donnerstag loslegen. Dann ist der erste deutschlandweite Warntag. 

Um 11 Uhr am Donnerstag werden alle im Landkreis Görlitz vorhandenen Warnmittel über das Modulare Warnsystem ausgelöst. Das ist eine Technik, die über Satellit funktioniert und für den Bund entwickelt wurde. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe übernimmt das Auslösen. Und wird dann um 11.20 Uhr eine Entwarnung senden. 

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Ziel des Warntags mit dieser Probewarnung ist es, die Büger für das Thema Warnung zu sensibilisieren, Funktion und Ablauf von Warnungen besser verständlich und die verfügbaren Warnmittel bekannter zu machen, teilt der Kreis mit.  Und auch die nun bundesweit einheitlichen Sirenensignale sollen bekannter werden. 

Einige Freiwillige Feuerwehren, wie die in Klitten und Boxberg, haben schon etwas bekannter gemacht, was genau passieren wird. 11 Uhr, schreiben die Kameraden auf ihren Facebookseiten, wird das Signal „Warnung bei Gefahr“ ausgelöst. "Dies ist ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton", erklärt die Feuerwehr, "6 Töne und 6 Pausen für jeweils 5 Sekunden". Die Handlungsanweisung dazu lautet: „Schalten Sie einen Hörfunksender ein und achten Sie auf Durchsagen!“ Entwarnung gibt es durch einen einminütigen durchgehenden Heulton der Sirene. 

Nicht nur die Sirenen werden ausgelöst, sondern beispielsweise auch Lautsprecher, Warn-Apps wie „NINA“ und digitale Werbetafeln.

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Nach jetzigem Stand aber sieht es so aus, als würde der Warntag in Görlitz sehr ruhig ablaufen. Wie sie Stadt mitteilt, wird hier nur die Sirene in Hagenwerder - die einzige noch verfügbare in Görlitz - angehen. Viele Sirenen wurden abgestellt, als das Funkmeldesystem eingeführt werde. Die Hagenwerdaer Sirene aber blieb erhalten - in erster Linie wegen des Hochwasserschutzes. Aber sie ist auch bei anderen Alarmen zu hören, etwa bei Feuer, oder wenn technische Hilfeleistung bei Unfällen benötigt wird. Und einmal im Monat, an jedem ersten Mittwoch, 15 Uhr, ist Sirenentest. 

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